1 Samuel 3
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| v | Zurcher1931 |
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| 1 | DER Knabe Samuel nun diente dem Herrn vor Eli. In jenen Tagen aber waren Offenbarungen des Herrn selten; Gesichte waren nicht häufig. |
| 2 | Zu jener Zeit begab sich folgendes: Während Eli an seinem Orte schlief und die Lampe Gottes noch nicht erloschen war - Elis Augen aber hatten angefangen schwach zu werden, sodass er nicht mehr sehen konnte - (a) 2Mo 27:20 |
| 3 | und während Samuel im Tempel des Herrn schlief, wo die Lade Gottes war, |
| 4 | da rief der Herr: Samuel! Samuel! Er antwortete: Hier bin ich! |
| 5 | lief zu Eli und sprach: Hier bin ich! du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen. Lege dich wieder schlafen. Und er ging und legte sich schlafen. |
| 6 | Der Herr aber rief abermal: Samuel! Und Samuel stand auf, ging zu Eli und sprach: Hier bin ich! du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn. Lege dich wieder schlafen. |
| 7 | Aber Samuel kannte den Herrn noch nicht, und eine Offenbarung des Herrn war ihm noch nicht zuteil geworden. |
| 8 | Da rief der Herr den Samuel zum dritten Male; und er stand auf, ging zu Eli und sprach: Hier bin ich! du hast mich gerufen. Nun merkte Eli, dass der Herr den Knaben rief. |
| 9 | Und Eli sprach zu Samuel: Geh, lege dich schlafen; und wenn er dich ruft, so sprich: Rede, Herr, dein Knecht hört. Da ging Samuel hin und legte sich an seinem Orte schlafen. |
| 10 | Da kam der Herr, trat herzu und rief wie zuvor: Samuel! Samuel! Und Samuel sprach: Rede, dein Knecht hört. |
| 11 | Und der Herr sprach zu Samuel: Siehe, ich will in Israel etwas tun, dass jedem, der es hört, beide Ohren gellen werden. |
| 12 | An jenem Tage will ich an Eli alles in Erfüllung gehen lassen, was ich über sein Haus geredet habe, von Anfang bis zu Ende. (a) 1Sa 2:31-34 |
| 13 | So tue ihm nun kund, dass ich sein Haus auf ewig verurteile, weil er wusste, dass seine Söhne Gott lästern, und ihnen doch nicht wehrte. |
| 14 | Und darum habe ich dem Hause Elis geschworen: Fürwahr, die Schuld des Hauses Elis lässt sich nie und nimmer sühnen, weder durch Schlachtopfer noch durch Speisopfer. |
| 15 | Und Samuel schlief weiter bis zum Morgen. In der Frühe dann öffnete er die Türe am Hause des Herrn. Samuel aber scheute sich, Eli das Gesicht kundzutun. |
| 16 | Da rief Eli den Samuel und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Hier bin ich! |
| 17 | Er sprach: Was hat er zu dir geredet? Verhehle mir's ja nicht! Gott tue dir dies und das, wenn du mir irgend etwas verhehlst von dem, was er zu dir geredet hat! |
| 18 | Da tat ihm Samuel alles kund und verhehlte ihm nichts. Er aber sprach: Er ist der Herr; er tue, was ihm wohlgefällt! (a) Mt 6:10 |
| 19 | Samuel aber wuchs heran, und der Herr war mit ihm und liess keines von allen seinen Worten auf die Erde fallen. (1) d.h. Gott liess kein Wort Samuels unerfüllt. |
| 20 | Und ganz Israel, von Dan bis Beerseba, erkannte, dass Samuel damit betraut war, Prophet des Herrn zu sein. |
| 21 | Und der Herr fuhr fort, in Silo zu erscheinen; denn der Herr offenbarte sich Samuel. Eli aber war sehr alt geworden, und der Wandel seiner Söhne vor dem Herrn wurde immer schlechter. |