Ecclesiastes 10
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| v | Zurcher1931 |
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| 1 | Eine giftige Fliege macht schlecht das Öl des Salbenbereiters, / so verderbt ein wenig Torheit den Wert der Weisheit. / |
| 2 | Der Weise hat den Verstand zu seiner Rechten, / der Tor hat den Verstand zu seiner Linken. / |
| 3 | Auch auf der Straße, wenn er unterwegs ist, / fehlt es dem Toren an Verstand, / und es sagt ein jeder: Er ist ein Tor. / |
| 4 | Wenn der Unmut des Herrschers sich gegen dich erhebt, / so verlass deinen Posten nicht; / denn Gelassenheit macht grosse Verfehlungen wett. / |
| 5 | Es gibt ein Übel, das ich gesehen habe unter der Sonne, / wie wenn ein Gewalthaber einen Missgriff tut: / |
| 6 | Der Tor ist gestellt auf grosse Höhen, / aber Vornehme müssen in Niedrigkeit sitzen. / |
| 7 | Ich habe Sklaven gesehen hoch zu Ross / und Fürsten gleich Sklaven zu Fuss gehen. / |
| 8 | Wer eine Grube gräbt, der kann hineinfallen, / und wer eine Mauer einreisst, den kann eine Schlange beissen; / (a) Ps 7:16; 9:16; 35:8; Spr 26:27 |
| 9 | wer Steine ausbricht, der kann sich daran wehe tun, / und wer Holz spaltet, der kann dabei in Gefahr kommen. / |
| 10 | Wird das Eisen stumpf und man schärft seine Schneide nicht, / so muss man desto mehr Kraft aufwenden; / ein Vorteil ist es, die Sache mit Weisheit recht zu machen. / |
| 11 | Wenn die Schlange vor der Beschwörung beisst, / so hat der Beschwörer (von seiner Kunst) keinen Vorteil. / (a) Ps 58:5 6 |
| 12 | Dem Weisen bringen die Worte seines Mundes Gunst, / den Toren verderben seine eignen Lippen. / |
| 13 | Mit Torheit fängt er zu reden an, / mit schlimmer Tollheit hört er zu reden auf. / |
| 14 | Der Tor macht viele Worte, / wo doch der Mensch nicht weiss, was sein wird. / Was nach ihm sein wird, wer kann es ihm sagen? / |
| 15 | Das eigne Mühen ermüdet den Toren, / der nicht einmal den Weg in die Stadt weiss. (1) vlt. sprichwörtlicher Ausdruck für: "der das Einfachste nicht weiss". |
| 16 | Wehe dir, Land, dessen König ein Kind ist / und dessen Fürsten am Morgen schon schwelgen! / (a) Jes 3:4; 5:11 |
| 17 | Wohl dir, Land, dessen König ein Edler ist / und dessen Fürsten zur rechten Zeit essen, / als Männer und nicht als Zecher! / |
| 18 | Wo Trägheit wohnt, senkt sich das Gebälk; / wo die Hände lässig sind, tropft es ins Haus. / |
| 19 | Um sich zu ergötzen, bereitet man eine Mahlzeit, / und Wein erfreut das Leben; / für Geld ist alles zu haben. / (a) Ri 9:13; Ps 104:15 |
| 20 | Auch auf deinem Lager fluche nicht dem König, / auch in deiner Schlafkammer fluche nicht dem Reichen! / denn die Vögel des Himmels könnten den Laut forttragen, / und was Flügel hat, könnte die Rede verraten. (a) 2 Mo 22:28 |