Ecclesiastes 3
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| v | Luther2021 |
|---|---|
| 1 | Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. |
| 2 | Geboren werden, Sterben, Pflanzen, Ausrotten, das gepflanzt ist, |
| 3 | Würgen, Heilen, Brechen, Bauen, |
| 4 | Weinen, Lachen, Klagen, Tanzen, |
| 5 | Steine zerstreuen, Steine sammeln, Herzen, Fernen von Herzen, |
| 6 | Suchen, Verlieren, Behalten, Wegwerfen, |
| 7 | Zerreifien, Zunahen, Schweigen, Reden, |
| 8 | Lieben, Hassen, Streit, Friede hat seine Zeit. |
| 9 | Man arbeite, wie man will, so kann man nicht mehr ausrichten. |
| 10 | Dahersah ich die Muhe, die Gott den Menschen gegeben hat, daß sie drinnen geplagt werden. |
| 11 | Er aber tut alles fein zu seiner Zeit und lalit ihr Herz sich angsten, wie es gehen solle in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. |
| 12 | Darum merkte ich, daß nichts Besseres drinnen ist, denn frdhlich sein und ihm gutlich tun in seinem Leben. |
| 13 | Denn eine jeglicher Mensch, der da isset und trinkt und hat guten Mut in all seiner Arbeit, das ist eine Gabe Gottes. |
| 14 | Ich merkte, daß alles, was Gott tut, das bestehet immer; man kann nichts dazutun noch abtun; und solches tut Gott, daß man sich vor ihm furchten soil. |
| 15 | Was Gott tut, das stehet da; und was er tun will, das muli werden; denn er trachtet und jagt ihm nach. |
| 16 | Weitersah ich unter der Sonne Stattedes Gerichts, da war ein gottlos Wesen, und Statte der Gerechtigkeit, da waren Gottlose. |
| 17 | Da dachte ich in meinem Herzen: Gott muli richten den Gerechten und Gottlosen; denn es hat ailes Vornehmen seine Zeit und alle Werke. |
| 18 | Ich sprach in meinem Herzen von dem Wesen der Menschen, darin Gott anzeigt und lalit es ansehen, als waren sie unter sich selbst wie das Vieh. |
| 19 | Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt er auch, und haben alle einerlei Odem; und der Mensch hat nichts mehr denn das Vieh; denn es ist alles eitel. |
| 20 | Es fahret alles an einen Ort; es ist alles von Staub gemacht und wird wieder zu Staub. |
| 21 | Wer weili, ob der Odem der Menschen aufwarts fahre und der Odem des Viehes unterwarts unter die Erde fahre? |
| 22 | Darum sah ich, daß nichts Besseres ist, denn daß ein Mensch frohlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil. Denn wer will ihn dahin bringen, daß er sehe was nach ihm geschehen wird? |