Ezekiel 11
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Und mich hub ein Wind auf und brachte mich zum Tor am Hause des HERRN, das gegen Morgen stehet; und siehe, unter dem Tor waren funfundzwanzig Manner. Und ich sah unter ihnen Jasanja, den Sohn Assurs, und Platja, den Sohn Benajas, die Fursten im Volk. |
| 2 | Und er sprach zu mir: Menschenkind diese Leute haben unselige Gedanken und schadliche Ratschlage in dieser Stadt. |
| 3 | Denn sie sprechen: Es ist nicht so nahe, lafttuns nur Hauser bauen; sie ist der Topf, so sind wir das Fleisch. |
| 4 | Darum sollst du, Menschenkind, wider sie weissagen. |
| 5 | Und der Geist des HERRN fiel auf mich und sprach zu mir: Sprich: So sagt der HERR: Ihr habt also geredet, ihrvom Hause Israel; und eures Geistes Gedanken kenne ich wohl. |
| 6 | Ihr habt viele erschlagen in dieser Stadt, und ihre Gassen liegen voller Toten. |
| 7 | Darum spricht der Herr HERR also: Die ihr drinnen getotet habt, die sind das Fleisch, und sie ist der Topf; aber ihr müsset hinaus. |
| 8 | Das Schwert, das ihr furchtet, das will ich uber euch kommen lassen, spricht der Herr HERR. |
| 9 | Ich will euch von dannen herausstoften und den Fremden in die Hand geben und will euch euer Recht tun. |
| 10 | Ihr sollt durchs Schwert fallen, in den Grenzen Israels will ich euch richten; und sollt erfahren, daß ich der HERR bin. |
| 11 | Die Stadt aber soil nicht euer Topf sein, noch ihr das Fleisch drinnen, sondern in den Grenzen Israels will ich euch richten. |
| 12 | Und sollt erfahren, daß ich der HERR bin; denn ihr habt nach meinen Geboten nicht gewandelt und meine Rechte nicht gehalten, sondern getan nach der Heiden Weise, die um euch her sind. |
| 13 | Und da ich soweissagte, starb Platja, der Sohn Benajas. Da fiel ich auf mein Angesicht und schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach, Herr HERR, du wirst's mit den Ubrigen Israels gar ausmachen! |
| 14 | Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach: |
| 15 | Du Menschenkind, deine Bruderund nahen Freunde und das ganze Haus Israel, so noch zu Jerusalem wohnen, sprechen wohl untereinander; jene sind vom HERRN feme weggeflohen, aber wir haben das Land inne. |
| 16 | Darum sprich du: So spricht der Herr HERR: Ja, ich habe sie feme weg unter die Heiden lassen treiben und in die Lander zerstreuet; doch will ich bald ihr Heiland sein in den Landern, dahin sie kommen sind. |
| 17 | Darum sprich: So sagt der Herr HERR: Ich will euch sammeln aus den Volkern und will euch sammeln aus den Landern, dahin ihr zerstreuet seid, und will euch das Land Israel geben. |
| 18 | Da sollen sie kommen und alle Scheuel und Greuel darauswegtun. |
| 19 | Ich will euch ein eintrachtig Herz geben und einen neuen Geist in euch geben; und will das steinerne Herz wegnehmen aus eurem Leibe und ein fleischern Herz geben, |
| 20 | auf daß sie in meinen Sitten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein. |
| 21 | Denen aber, so nach ihres Herzens Scheueln und Greueln wandeln, will ich ihr Tun auf ihren Kopf werfen, spricht der Herr HERR. |
| 22 | Da schwangen die Cherubim ihre Flugel, und die Rader gingen neben ihnen, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben uber ihnen. |
| 23 | Und die Herrlichkeit des HERRN erhub sich aus der Stadt und stellete sich auf den Berg, der gegen Morgen vor der Stadt liegt. |
| 24 | Und ein Wind hub mich auf und brachte mich im Gesicht und im Geist Gottes nach Chaldaa zu den Gefangenen. Und das Gesicht, so ich gesehen hatte, verschwand vor mir. |
| 25 | Und ich sagte den Gefangenen alle Worte des HERRN, die er mir gezeiget hatte. |