Genesis 49
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| v | Zurcher1931 |
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| 1 | UND Jakob berief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, dass ich euch verkünde, was euch am Ende der Tage begegnen wird. |
| 2 | Kommet zusammen, ihr Söhne Jakobs, / und höret auf Israel, euren Vater! / |
| 3 | Ruben, mein Erstgeborner bist du, / meine Kraft, der Erstling meiner Stärke; / überragend an Hoheit, überragend an Macht, / |
| 4 | walltest du über wie Wasser, sollst der Erste nicht sein. / Denn du bestiegst deines Vaters Lager, / entweihtest damals das Bette, das du bestiegen. / (a) 1Mo 35:22 |
| 5 | Simeon und Levi sind Brüder, / Werkzeuge des Frevels sind ihre Waffen. / |
| 6 | Ihrem Rat bleibe fern meine Seele, / mit ihrer Versammlung eine sich nicht mein Herz; / denn im Zorne töten sie Männer, / und im Mutwillen verstümmeln sie Stiere. / (a) 1Mo 34:25 |
| 7 | Fluch über ihren Zorn, dass er so heftig, / und über ihren Grimm, dass er so grausam ist! / Ich will sie zerteilen in Jakob, / will sie zerstreuen in Israel. / |
| 8 | Juda, dich preisen deine Brüder! / Deine Hand packt die Feinde im Nacken, / vor dir neigen sich die Söhne deines Vaters. / |
| 9 | Ein junger Löwe ist Juda; / vom Raube, mein Sohn, wardst du gross. / Er hat sich gekauert, gelagert wie ein Leu, / wie eine Löwin - wer will ihn aufstören? / |
| 10 | Nie weicht das Szepter von Juda, / noch der Führerstab von seinen Füssen, / bis dass der Herrscher kommt, / dem die Völker gehorchen. / |
| 11 | Er bindet seinen Esel an den Weinstock / und an die Rebe das Füllen seiner Eselin, / er wäscht sein Gewand in Wein / und in Traubenblut seinen Mantel, / |
| 12 | seine Augen funkeln von Wein, / und seine Zähne sind weiss von Milch. / |
| 13 | Sebulon wohnt am Ufer des Meeres; / er liegt am Gestade der Schiffe / und lehnt seinen Rücken an Sidon. / |
| 14 | Issaschar ist ein knochiger Esel, / der zwischen den Viehhürden lagert. / |
| 15 | Und da er sah, dass die Ruhe so schön sei / und das Land so lieblich, / beugte er seinen Rücken zum Tragen / und ward ein fronender Knecht. / |
| 16 | Dan schafft Recht seinem Volke, / wie nur irgendein Stamm in Israel. / |
| 17 | Dan sei eine Schlange am Wege, / eine Otter auf dem Pfade, / die das Ross in die Fersen beisst, / dass sein Reiter rücklings stürzt. / |
| 18 | Deiner Hilfe harre ich, Herr! / |
| 19 | Gad wird von Drängern bedrängt; / er aber drängt ihnen nach. / |
| 20 | Assers Brot ist fett; / ja, Königsleckerbissen spendet er. / |
| 21 | Naphthali ist eine flüchtige Hindin; / von ihm kommen liebliche Reden. / |
| 22 | Ein junger Fruchtbaum ist Joseph, / ein junger Fruchtbaum am Quell; / (seine) Schosse ranken über die Mauer. / |
| 23 | Es reizten ihn und schossen, / es befeindeten ihn Pfeilschützen; / |
| 24 | doch fest blieb sein Bogen / und gelenk die Kraft seiner Hände / durch die Hilfe des Starken Jakobs, / durch den Namen des Hirten Israels, / |
| 25 | durch deines Vaters Gott, der dir helfe, / durch den allmächtigen Gott, der dich segne / mit Segensfülle vom Himmel droben, / mit Segensfülle aus der Flut, die drunten lagert, / mit Segensfülle aus Brüsten und Mutterschoss. / |
| 26 | Die Segnungen deines Vaters sind reicher / als die Segensfülle der ewigen Berge, / als die Lust der uralten Höhen. / Das alles komme auf das Haupt Josephs, / auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern! / |
| 27 | Benjamin ist ein reissender Wolf; / am Morgen verzehrt er Raub, / und am Abend verteilt er Beute. |
| 28 | Das sind die zwölf Stämme Israels insgesamt, und das ist's, was ihr Vater zu ihnen geredet hat. UND er segnete sie; einen jeden segnete er mit einem besonderen Segen. |
| 29 | Und er gab ihnen Weisung und sprach zu ihnen: Wenn ich nun versammelt werde zu meinen Stammesgenossen, so begrabet mich bei meinen Vätern in der Höhle auf dem Grundstück des Hethiters Ephron, (a) 1Mo 23:7-18 |
| 30 | in der Höhle auf dem Grundstück Machpela, gegenüber Mamre, im Lande Kanaan, dem Grundstück, das Abraham von dem Hethiter Ephron als Grabstätte zu eigen erworben hat. |
| 31 | Dort haben sie Abraham und sein Weib Sara begraben, dort haben sie Isaak und sein Weib Rebekka begraben, und dort habe ich Lea begraben, (a) 1Mo 23:19; 25:9; 35:29 |
| 32 | auf dem Grundstück mit der Höhle darauf, das den Hethitern abgekauft wurde. |
| 33 | Als nun Jakob seinen Söhnen alle diese Weisungen gegeben hatte, zog er seine Füsse auf das Bett zurück, verschied und ward versammelt zu seinen Stammesgenossen. |