Isaiah 38
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Zu der Zeit ward Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus; denn du wirst sterben und nicht lebendig bleiben. |
| 2 | Da wendete Hiskia sein Angesicht zur Wand und betete zum HERRN |
| 3 | und sprach: Gedenke doch, HERR, wie ich vor dir gewandelt habe in der Wahrheit mit vollkommenem Herzen und habe getan, was dir gefallen hat. Und Hiskia weinete sehr. |
| 4 | Da geschah das Wort des HERRN zu Jesaja und sprach: |
| 5 | Gehe hin und sage Hiskia: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehort und deine Tranen gesehen; siehe, ich will deinen Tagen noch funfzehn Jahre zulegen |
| 6 | und will dich samt dieser Stadt erretten von der Hand des Konigs zu Assyrien; denn ich will diese Stadt wohl verteidigen. |
| 7 | Und habe dir das zum Zeichen von dem HERRN, daß der HERR solches tun wird, was er geredet hat: |
| 8 | Siehe, ich will den Schatten am Sonnenzeiger Ahas zehn Linien zuruckziehen, fiber welche er gelaufen ist, daß die Sonne zehn Linien zurücklaufen soil am Zeiger, fiber welche sie gelaufen ist. |
| 9 | Dies ist die Schrift Hiskias, des Konigs Judas, da er krank gewesen und von der Krankheit gesund worden war: |
| 10 | Ich sprach: Nun muß ich zu der Hollen Pforte fahren, da meine Zeit aus war, da ich gedachte noch langerzu leben. |
| 11 | Ich sprach: Nun muß ich nicht mehr sehen den HERRN, ja den HERRN im Lande der Lebendigen; nun muß ich nicht mehr schauen die Menschen bei denen, die ihre Zeit leben. |
| 12 | Meine Zeit ist dahin und von mir aufgeraumet wie eines Hirten Hutte; und reiße mein Leben ab wie ein Weber. Er sauget mich dfirre aus. Du machst es mit mir ein Ende, den Tag vor Abend. |
| 13 | Ich dachte: Mochte ich bis morgen leben! Aber er zerbrach mir alle meine Gebeine wie ein Lowe; denn du machst es mit mir aus, den Tag vor Abend. |
| 14 | Ich winselte wie ein Kranich und wie eine Schwalbe und girrete wie eine Taube; meine Augen wollten mir brechen: HERR, ich leide Not; lindre mir's! |
| 15 | 0 wie will ich noch reden, daß er mirzugesagt hat und tut es auch! Ich werde mich scheuen alle meine Lebtage vor solcher Betrubnis meiner Seele. |
| 16 | HERR, davon lebet man, und das Leben meines Geistes stehet gar in demselbigen; denn du liefiest mich entschlafen und machtest mich leben. |
| 17 | Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, daß sie nicht verdurbe; denn du wirfst alle meine Sünde hinter dich zuruck. |
| 18 | Denn die Holle lobet dich nicht, so rühmet dich der Tod nicht, und die in die Grube fahren, warten nicht auf deine Wahrheit, |
| 19 | sondern allein die da leben, loben dich, wie ich jetzt tue. Der Vater wird den Kindern deine Wahrheit kundtun. |
| 20 | HERR, hilf mir, so wollen wir meine Lieder singen, solange wir leben, in dem Hause des HERRN. |
| 21 | Und Jesaja hieli, man sollte ein Pflaster von Feigen nehmen und auf seine Druse legen, daß er gesund würde. |
| 22 | Hiskia aber sprach: Welch ein Zeichen ist das, daß ich hinauf zum Hause des HERRN soil gehen! |