James 1
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Jakobus, eir Knecht Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwolf Geschlechtern, die da sind hin und her: Freude zuvor! |
| 2 | Meine lieben Bruder, achtet es eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallet, |
| 3 | und wisset, dafi euer Glaube, so er rechtschaffen ist, Geduld wirket. |
| 4 | Die Geduld aber soil festbleiben bis ans Ende, auf daß ihrseid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet. |
| 5 | So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von Gott, der da gibt einfaltiglich jedermann und rucket es niemand auf; so wird sie ihm gegeben werden. |
| 6 | Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der ist gleich wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebet wird. |
| 7 | Solcher Mensch denke nicht, dati er etwas von dem Herrn empfangen werde. |
| 8 | Ein Zweifler ist unbestandig in alien seinen Wegen. |
| 9 | Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Hohe, |
| 10 | und der da reich ist, ruhme sich seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. |
| 11 | Die Sonne gehet auf mit der Hitze, und das Gras verwelket, und die Blume fallt ab und seine schone Gestalt verdirbet; also wird der Reiche in seiner Habe verwelken. |
| 12 | Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewahret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheifien hat denen, die ihn liebhaben. |
| 13 | Niemand sage, wenn erversuchetwird, daß er von Gott versucht werde; denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bosen; er versuchet niemand; |
| 14 | sondern ein jeglicher wird versucht, wenn ervon seiner eigenen Lust gereizet und gelocket wird. |
| 15 | Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebieret sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod. |
| 16 | Irret nicht, liebe Bruder! |
| 17 | Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veranderung noch Wechsel des Lichts und Finsternis. |
| 18 | Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir waren Erstlinge seiner Kreaturen. |
| 19 | Darum, liebe Bruder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu horen, langsam aberzu reden und langsam zum Zorn; |
| 20 | denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. |
| 21 | Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen selig machen. |
| 22 | Seid aber Tater des Worts und nicht Horer allein, damit ihr euch selbst betruget. |
| 23 | Denn so jemand ist ein Horer des Worts und nicht ein Tater, der ist gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet; |
| 24 | denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund' an davon und vergisset, wie er gestaltet war. |
| 25 | Wer aber durchschauet in das voll kommene Gesetz der Freiheit und darinnen beharret und ist nicht ein vergelilicher Horer, sondern ein Tater, derselbige wird selig sein in seiner Tat. |
| 26 | So aber sich jemand unter euch lasset dunken, er diene Gott, und halt seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfuhret sein Herz, des Gottesdienst ist eitel. |
| 27 | Ein reinerund unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trubsal besuchen und sich von der Welt unbefleckt behalten. |