James 2
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Liebe Bruder, haltet nicht dafur, daß der Glaube an Jesum Christum, unsern Herrn der Herrlichkeit, Ansehen der Person leide. |
| 2 | Denn so in eure Versammlung kame ein Mann mit einem güldenen Ringe und mit einem herrlichen Kleide, es kame aber auch ein Armer mit einem unsauberen Kleide, |
| 3 | und ihr sahet auf den, der das herrliche Kleid traget, und sprachet zu ihm: Setze du dich her aufs beste, und sprachet zu dem Armen: Stehe du dort Oder setze dich her zu meinen Fulien, |
| 4 | und bedenket es nicht recht, sondern ihrwerdet Richter und machet bosen Unterschied. |
| 5 | Horet zu, meine lieben Bruder! Hat nicht Gott die Armen auf dieser Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheifien hat denen, die ihn liebhaben? |
| 6 | Ihr aber habt dem Armen Unehre getan. Sind nicht die Reichen die, die Gewalt an euch üben und ziehen euch vor Gericht? |
| 7 | Verlastern sie nicht den guten Namen, davon ihr genannt seid? |
| 8 | So ihr das konigliche Gesetz vollendet nach der Schrift: Liebe deinen Nachsten wie dich selbst, so tut ihrwohl. |
| 9 | So ihr aber die Person ansehet, tut ihr Sünde und werdet gestraft vom Gesetz als die Ubertreter. |
| 10 | Denn jemand das ganze Gesetz halt und sundiget an einem, der ist's ganz schuldig. |
| 11 | Denn der da gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, der hat auch gesagt: Du sollst nicht toten. So du nun nicht ehebrichst, totest aber, bist du ein Ubertreter des Gesetzes. |
| 12 | Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden. |
| 13 | Es wird aber ein unbarmherzig Gericht uber den gehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rühmet sich wider das Gericht. |
| 14 | Was hilft's, liebe Bruder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? |
| 15 | So aber ein Bruder Oder Schwester bloft ware und Mangel hatte der taglichen Nahrung, |
| 16 | und jemand unter euch sprache zu ihnen: Gott berate euch, warmet euch und sattiget euch! gabet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist, was hülfe ihnen das? |
| 17 | Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. |
| 18 | Aber es mochte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mirdeinen Glauben mit deinen Werken, so will ich auch meinen Glauben dirzeigen mit meinen Werken. |
| 19 | Du glaubest, daß ein einiger Gott ist; du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern. |
| 20 | Willst du aber wissen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke tot sei? |
| 21 | Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht worden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? |
| 22 | Da siehest du, daß der Glaube mitgewirket hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen worden. |
| 23 | Und ist die Schrift erfüllet, die da spricht: Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und ist ein Freund Gottes geheiften. |
| 24 | So sehet ihr nun, daß der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. |
| 25 | Desselbigengleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht worden, da sie die Boten aufnahm und lieft sie einen andern Weg hinaus? |
| 26 | Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also auch der Glaube ohne Werke ist tot. |