Job 10
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Meine Seele verdreulit mein Leben; ich will meine Klage bei mir gehen lassen und reden von Betrubnis meiner Seele |
| 2 | und zu Gott sagen: Verdamme mich nicht; lali mich wissen, warum du mit mir haderst! |
| 3 | Gefallt dir's, daß du Gewalt tust und mich verwirfst, den deine Hande gemacht haben, und machest der Gottlosen Vornehmen zu Ehren? |
| 4 | Hastdu denn auch fleischliche Augen, Oder siehest du, wie ein Mensch siehet? |
| 5 | Oder ist deine Zeit wie eines Menschen Zeit, Oder deine Jahre wie eines Mannes Jahre, |
| 6 | daß du nach meiner Missetat fragest und suchest meine Sunde? |
| 7 | So du doch weifit, wie ich nicht gottlos sei; so doch niemand ist, der aus deiner Hand erretten moge. |
| 8 | Deine Hande haben mich gearbeitet und gemacht alles, was ich urn und urn bin; und versenkest mich sogar! |
| 9 | Gedenke doch, daß du mich aus Leimen gemacht hast, und wirst mich wieder zu Erden machen. |
| 10 | Hastdu mich nicht wie Milch gemolken und wie Kase lassen gerinnen? |
| 11 | Du hast mir Hautund Fleisch angezogen, mit Beinen und Adern hast du mich zusammengefuget. |
| 12 | Leben und Wohltat hast du an mir getan , und dein Aufsehen bewahret meinen Odem. |
| 13 | Und wiewohl du solches in deinem Herzen verbirgest, so weift ich doch, daß du des gedenkest. |
| 14 | Wenn ich sundige, so merkest du es bald und lassest meine Missetat nicht ungestraft. |
| 15 | Bin ich gottlos, so ist mir aber wehe; bin ich gerecht, so darf ich doch mein Haupt nicht aufheben, als der ich voll Schmach bin und sehe mein Elend. |
| 16 | Und wie ein aufgereckter Lowe jagest du mich und handelst wiederum greulich mit mir. |
| 17 | Du erneuest deine Zeugen wider mich und machst deines Zorns viel auf mich; es zerplagt mich eins über das andere mit Haufen. |
| 18 | Warum hast du mich aus Mutterleibe kommen lassen? Ach, daß ich ware umkommen, und mich nie kein Auge gesehen hatte! |
| 19 | So ware ich, als die nie gewesen sind, von Mutterleibe zum Grabe gebracht. |
| 20 | Will denn nicht ein Ende haben mein kurzes Leben, und von mir lassen, daß ich ein wenig erquickt würde, |
| 21 | ehe denn ich hingehe und komme nicht wieder, namlich ins Land der Finsternis und des Dunkels, |
| 22 | ins Land, da es stockdick finster ist, und da keine Ordnung ist, da es scheinet wie das Dunkel? |