Job 12
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Da antwortete Hiob und sprach: |
| 2 | Ja, ihr seid die Leute; mit euch wird die Weisheit sterben! |
| 3 | Ich habe so wohl ein Herz als ihr und bin nicht geringer denn ihr; und wer ist, der solches nicht wisse? |
| 4 | Wer von seinem Nachsten verlachet wird, der wird Gott anrufen, der wird ihn erhoren. Der Gerechte und Fromme muft verlachet sein |
| 5 | und ist ein verachtet Lichtlein vor den Gedanken der Stolzen, stehet aber, daß sie sich dran argern. |
| 6 | Der Verstorer Hütten haben die Fülle und toben wider Gott turstiglich, wiewohl es ihnen Gott in ihre Hande gegeben hat. |
| 7 | Frage doch das Vieh, das wird dich’s lehren, und die Vogel unter dem Himmel, die werden dir's sagen. |
| 8 | Oder rede mit der Erde, die wird dich's lehren, und die Fische im Meer werden dir's erzahlen. |
| 9 | Wer weift solches alles nicht, daß des HERRN Hand das gemacht hat, |
| 10 | daß in seiner Hand ist die Seele alles des, das da lebet, und der Geist alles Fleisches eines jeglichen? |
| 11 | Prüfet nicht das Ohr die Rede; und der Mund schmecket die Speise? |
| 12 | Ja, bei den Groftvatem ist die Weisheit und der Verstand bei den Alten. |
| 13 | Bei ihm ist Weisheit und Gewalt, Rat und Verstand. |
| 14 | Siehe, wenn erzerbricht, so hilft kein Bauen; wenn erjemand verschleuftt, kann niemand aufmachen. |
| 15 | Siehe, wenn erdas Wasser verschleuftt, so wird's alles durre; und wenn er's auslaftt, so kehret es das Land urn. |
| 16 | Er ist stark und führet es aus. Sein ist, der da irret, und der da verfuhret. |
| 17 | Er fuhret die Klugen wie einen Raub und machet die Richter toll. |
| 18 | Er loset auf der Konige Zwang und gurtet mit einem Gürtel ihre Lenden. |
| 19 | Er fuhret die Priesterwie einen Raub und lasset es fehlen den Festen. |
| 20 | Er wendet weg die Lippen der Wahrhaftigen und nimmtweg die Sitten der Alten. |
| 21 | Er schuttet Verachtung auf die Fursten und macht den Bund der Gewaltigen los. |
| 22 | Er offnet die finstern Gründe und bringet heraus das Dunkel an das Licht. |
| 23 | Er macht etliche zum großen Volk und bringet sie wieder um. Er breitet ein Volk aus und treibet es wieder weg. |
| 24 | Er nimmt weg den Mut der Obersten des Volks im Lande und macht sie irre auf einem Umwege, da kein Weg ist, |
| 25 | dais sie in der Finsternis tappen ohne Licht; und macht sie irre wie die Trunkenen. |