Job 13
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | Siehe, dies alles hat mein Auge gesehen, / mein Ohr gehört und darauf gemerkt. / |
| 2 | So viel ihr wisset, weiss auch ich; / ich bin nicht minder als ihr. / |
| 3 | Aber zum Allmächtigen möchte ich reden, / und mich gelüstet, mit Gott zu rechten. / |
| 4 | Denn ihr, ihr übertüncht (die Wahrheit) mit Lügen, / und Pfuschärzte seid ihr alle. / |
| 5 | O dass ihr doch nur stille schwieget! / - Als Weisheit würde es euch angerechnet. / |
| 6 | So höret nun meines Mundes Rüge / und vernehmet das Hadern meiner Lippen. / |
| 7 | Für Gott wollt ihr Verkehrtes reden / und ihn mit Trug verteidigen? / |
| 8 | Für ihn wollt ihr Partei ergreifen, / und Gottes Sache wollt ihr führen? / |
| 9 | Stünde es wohl gut, wenn er euch erforschte? / Oder wollt ihr ihn täuschen, wie man Menschen täuscht? / |
| 10 | Strenge strafen wird er euch, / wenn ihr hinterhältig seine Partei nehmt. / |
| 11 | Wird nicht seine Hoheit euch betäuben / und sein Schrecken auf euch fallen? / |
| 12 | Eure Denksprüche sind Sprüche in Asche, / eure Schanzen sind Schanzen von Lehm. / |
| 13 | So schweiget nun und lasset mich reden, / es komme über mich, was da mag! / |
| 14 | Ich will mein Fleisch in meine Zähne nehmen / und meine Seele auf meine Hände legen. / (1) Sinn: Leib und Leben aufs Spiel setzen. |
| 15 | Siehe, er tötet mich, ich halte es nicht aus; / nur will ich meine Wege ihm ins Angesicht dartun. / |
| 16 | Auch das schon gereicht mir zum Heil, / dass ein Ruchloser nicht vor ihn tritt. / |
| 17 | So höret, achtet auf meine Rede, / ich will berichten vor euren Ohren. / |
| 18 | Siehe doch, ich habe meine Sache gerüstet / und weiss, dass ich im Rechte bin. / |
| 19 | Wer ist, der mit mir rechten könnte? / Denn alsdann wollte ich schweigen und sterben. / |
| 20 | Nur zwei Dinge tue mir nicht an, / so will ich mich dir nicht entziehen: / |
| 21 | Deine Hand tue weg von mir, / und der Schrecken vor dir verstöre mich nicht! / |
| 22 | Dann lade du vor, und ich stehe Rede; / oder lass mich reden und gib mir Antwort! / |
| 23 | Wieviel sind meiner Vergehen und Sünden? / Meine Schuld und Sünde lass mich wissen. / |
| 24 | Warum verbirgst du dein Angesicht / und hältst mich für deinen Feind? / (a) Hio 19:11; 30:21; 33:10 |
| 25 | Willst du ein verwehtes Blatt erschrecken / und einen dürren Halm verfolgen, / |
| 26 | dass du mir Bitteres auferlegst / und mich büssen lässest die Schuld meiner Jugend? / (a) Ps 25:7 |
| 27 | Dass du meine Füsse in den Block legst / und alle meine Pfade belauerst, / um meine Fußsohlen dir einen Kreis ziehst? / (a) Hio 33:11 |
| 28 | Und er zerfällt wie vom Wurmfrass, / wie ein Kleid, das die Motten zerfressen. |