Job 14
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, |
| 2 | gehet auf wie eine Blume und fallt ab, fleucht wie ein Schatten und bleibet nicht. |
| 3 | Und du tust deine Augen uber solchem auf, daß du mich vor dir in das Gericht ziehest. |
| 4 | Wer will einen Reinen finden bei denen, da keiner rein ist? |
| 5 | Er hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monden stehet bei dir; du hast ein Ziel gesetzt, das wird er nicht ubergehen. |
| 6 | Tue dich von ihm, daß er Ruhe habe, bis daß seine Zeit komme, deren er wie ein Taglohner wartet. |
| 7 | Ein Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, daß er sich wieder verandere, und seine Schoftlinge horen nicht auf. |
| 8 | Ob seine Wurzel in der Erde veraltet und sein Stamm in dem Staube erstirbt, |
| 9 | grünet er doch wieder vom Geruch des Wassers und wachst daher, als ware er gepflanzet. |
| 10 | Wo ist aber ein Mensch, wenn ertot und umkommen und dahin ist? |
| 11 | Wie ein Wasser auslauft aus dem See und wie ein Strom versieget und vertrocknet, |
| 12 | so ist ein Mensch, wenn er sich legt, und wird nicht aufstehen und wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf erweckt werden. |
| 13 | Ach, daß du mich in der Holle verdecktest und verbargest, bis dein Zorn sich lege, und setztest mir ein Ziel, daß du an mich denkest! |
| 14 | Meinest du, ein toter Mensch werde wieder leben? Ich harre taglich; dieweil ich streite, bis daß meine Veranderung komme, |
| 15 | daß du wollest mir rufen, und ich dirantworten, und wollest das Werk deiner Hande nicht ausschlagen. |
| 16 | Denn du hast schon meine Gange gezahlet; aber du wollest ja nicht achthaben auf meine Sunde. |
| 17 | Du hast meine Ubertretung ineinem Bundlein versiegelt und meine Missetat zusammengefasset. |
| 18 | Zerfallt doch ein Berg und vergehet, und ein Fels wird von seinem Ort versetzt. |
| 19 | Wasser waschet Steine weg, und die Tropfen floften die Erde weg; aber des Menschen Hoffnung ist verloren. |
| 20 | Denn du stoftest ihn gar urn, daß er dahinfahret, veranderst sein Wesen und lassest ihn fahren. |
| 21 | Sind seine Kinder in Ehren, das weift er nicht; Oder ob sie geringe sind, des wird er nicht gewahr. |
| 22 | Weil er das Fleisch an sich tragt, muft er Schmerzen haben, und weil seine Seele noch bei ihm ist, muft er Leid tragen. |