Job 15
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Da antwortete Eliphas von Theman und sprach: |
| 2 | Soli ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch so blahen mit losen Reden? |
| 3 | Du strafest mit Worten, die nicht taugen, und dein Reden ist kein nütze. |
| 4 | Du hast die Furcht fahren lassen und redest zu verachtlich vor Gott. |
| 5 | Denn deine Missetat lehret deinen Mund also, und hast erwahlet eine schalkhafte Zunge. |
| 6 | Dein Mund wird dich verdammen, und nicht ich; deine Lippen sollen dir antworten. |
| 7 | Bist du der erste Mensch geboren? Bist du vor alien Hugeln empfangen? |
| 8 | Hast du Gottes heimlichen Rat gehoret? und ist die Weisheit selbst geringer denn du? |
| 9 | Was weiftt du, das wir nicht wissen? Was verstehest du, das nicht bei uns sei? |
| 10 | Es sind Graue und Alte unter uns, die langer gelebt haben denn deine Vater. |
| 11 | Sollten Gottes Trostungen so geringe vor dir gelten? Aber du hast irgend noch ein heimlich Stuck bei dir. |
| 12 | Was nimmt dein Herz vor? Was siehest du so stolz? |
| 13 | Was setztsich dein Mut wider Gott, daß du solche Rede aus deinem Munde lassest? |
| 14 | Was ist ein Mensch, daß er sollte rein sein, und daß der sollte gerecht sein, der vom Weibe geboren ist? |
| 15 | Siehe, unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die Himmel sind nicht rein vor ihm. |
| 16 | Wie viel mehr ein Mensch, der ein Greuel und schnode ist, der Unrecht sauft wie Wasser. |
| 17 | Ich will dir'szeigen, hore mirzu; und will dir erzahlen was ich gesehen habe, |
| 18 | was die Weisen gesagt haben, und ihren Vatern nicht verhohlen gewesen ist, |
| 19 | welchen allein das Land gegeben ist, daß kein Fremder durch sie gehen muft. |
| 20 | Der Gottlose bebet sein Leben lang; und dem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen. |
| 21 | Was er horet, das schrecket ihn; und wenn's gleich Friede ist, furchtet er sich, der Verderber komme; |
| 22 | glaubt nicht, daß er moge dem Unglück entrinnen, und versiehet sich immer des Schwerts. |
| 23 | Erzeucht hin und hernach Brot und dunket ihn immer, die Zeit seines Unglucks sei vorhanden. |
| 24 | Angst und Not schrecken ihn und schlagen ihn nieder als ein Konig mit einem Heer. |
| 25 | Denn er hat seine Hand wider Gott gestrecket und wider den Allmachtigen sich gestraubet. |
| 26 | Er lauft mit dem Kopf an ihn und ficht halsstarriglich wider ihn. |
| 27 | Er brustet sich wie ein fetter Wanst und macht sich fett und dick. |
| 28 | Erwird aberwohnen in verstdrten Stadten, da keine Haupter sind, sondern auf einem Haufen liegen. |
| 29 | Erwird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Gluck wird sich nicht ausbreiten im Lande. |
| 30 | Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige verdorren und durch den Odem ihres Mundes ihn wegfressen. |
| 31 | Erwird nicht bestehen, denn er ist in seinem eiteln Dunkel betrogen, und eitel wird sein Lohn werden. |
| 32 | Erwird ein Ende nehmen, wenn's ihm uneben ist, und sein Zweig wird nicht grunen. |
| 33 | Erwird abgerissen werden wie eine unzeitige Traube vom Weinstock, und wie ein Olbaum seine Blüte abwirft. |
| 34 | Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben, und das Feuerwird die Hütten fressen, die Geschenke nehmen. |
| 35 | Er gehet schwanger mit Unglück und gebiert Mühe, und ihr Bauch bringet Fehl. |