Job 16
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| v | Zurcher1931 |
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| 1 | HIOB antwortete und sprach: |
| 2 | Solches habe ich oft gehört. / Leidige Tröster seid ihr alle! / |
| 3 | Sind nun zu Ende die windigen Worte? / Oder was reizt dich, zu antworten? / |
| 4 | Auch ich könnte wohl reden wie ihr, / wäret ihr nur an meiner Stelle, / wollte wider euch Worte fügen / und wollte den Kopf über euch schütteln. / |
| 4a | — |
| 5 | Ich wollte euch mit dem Munde stärken / und nicht zurückhalten den Trost der Lippen. / |
| 6 | Rede ich, mein Schmerz wird nicht gelindert, / und schweige ich, was weicht von mir? / |
| 7 | Ja, jetzt hat Er mich ermüdet, mich verstört, / all mein Elend packte mich; / |
| 8 | zum Zeugen ward es und stand wider mich, / mein Siechtum verklagt mich ins Gesicht. / |
| 9 | Sein Zorn zerriss und befehdete mich, / er knirschte über mich mit den Zähnen; / mein Feind wetzt seine Augen wider mich. / |
| 10 | Sie reissen wider mich das Maul auf, / mit Schmähung schlagen sie mich auf die Backen; / insgesamt scharen sie sich wider mich. / (a) Ps 35:21 |
| 11 | Gott überliefert mich den Buben, / in die Hände der Gottlosen stürzt er mich. / |
| 12 | Ich lebte ruhig, da zerbrach er mich, / packte mich beim Nacken und zerschmetterte mich; / er stellte mich zum Ziele für sich auf: / |
| 13 | seine Pfeile schwirren um mich her; / erbarmungslos durchbohrt er meine Nieren / und schüttet meine Galle auf die Erde. / |
| 14 | Bresche auf Bresche bricht er in mich, / rennt wider mich an wie ein Held. / |
| 15 | Den Sack habe ich um meinen Leib genäht / und in den Staub gesenkt mein Horn. / (1) zu diesem Ausdruck vgl. 1Sa 2:1. |
| 16 | Mein Antlitz ist vom Weinen rot, / und tiefes Dunkel liegt auf meinen Wimpern, / |
| 17 | obgleich kein Unrecht klebt an meinen Händen / und mein Gebet rein ist. / |
| 18 | O Erde, decke mein Blut nicht zu, / mein Schreien finde keine Ruhstatt! / |
| 19 | Schon jetzt, siehe, lebt im Himmel mir ein Zeuge, / mir ein Mitwisser in der Höhe. / |
| 20 | Es spotten meiner meine Freunde; / zu Gott blickt tränend auf mein Auge, / |
| 21 | dass er Recht schaffe dem Manne gegen Gott, / dem Menschen gegen seinen Freund! / |
| 22 | Denn nur noch wenige Jahre, / und ich wandle den Pfad, den ich nicht wiederkehre. / (a) Hio 10:21 |
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