Job 20
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Da antwortete Zophar von Naema und sprach: |
| 2 | Darauf muß ich antworten und kann nicht harren. |
| 3 | Und will gerne horen, wer mir das soil strafen und tadeln; denn der Geist meines Verstandes soil fur mich antworten. |
| 4 | Weißt du nicht, daß es allezeit so gegangen ist, seit daß Menschen auf Erden gewesen sind; |
| 5 | daß der Ruhm der Gottlosen stehet nicht lange, und die Freude des Heuchlers wahret einen Augenblick? |
| 6 | Wenn gleich seine Hohe in den Himmel reichet und sein Haupt an die Wolken rühret, |
| 7 | so wird er doch zuletzt umkommen wie ein Kot, daß die, vor denen er ist angesehen, werden sagen: Wo ist er? |
| 8 | Wie ein Traum vergehet, so wird er auch nicht funden werden, und wie ein Gesicht in der Nacht verschwindet. |
| 9 | Welch Auge ihn gesehen hat, wird ihn nicht mehr sehen, und seine Statte wird ihn nicht mehr schauen. |
| 10 | Seine Kinder werden betteln gehen, und seine Hand wird ihm Mühe zu Lohn geben. |
| 11 | Seine Beine werden seine heimliche Sünde wohl bezahlen und werden sich mit ihm in die Erde legen. |
| 12 | Wenn ihm die Bosheit gleich in seinem Munde wohl schmeckt, wird sie doch ihm in seiner Zunge fehlen. |
| 13 | Sie wird aufgehalten und ihm nicht gestattet, und wird ihm gewehret werden in seinem Halse. |
| 14 | Seine Speise inwendig im Leibe wird sich verwandeln in Otterngalle. |
| 15 | Die Güter, die er verschlungen hat, muft er wieder ausspeien; und Gott wird sie aus seinem Bauch stolen. |
| 16 | Erwird der Ottern Galle saugen, und die Zunge der Schlange wird ihn toten. |
| 17 | Er wird nicht sehen die Strome noch die Wasserbache, die mit Honig und Butter flieften. |
| 18 | Erwird arbeiten und des nicht genietien; und seine Güter werden andern, daß er deren nicht froh wird. |
| 19 | Denn er hat unterdruckt und verlassen den Armen; er hat Hauser zu sich gerissen, die er nicht erbauet hat. |
| 20 | Denn sein Wanst konnte nicht voll werden, und wird durch sein kostlich Gut nicht entrinnen. |
| 21 | Es wird seiner Speise nicht uberbleiben; darum wird sein gut Leben keinen Bestand haben. |
| 22 | Wenn er gleich die Fülle und genug hat, wird ihm doch angst werden; allerhand Mühe wird über ihn kommen. |
| 23 | Es wird ihm der Wanst einmal voll werden, und er wird den Grimm seines Zornes über ihn senden; er wird uber ihn regnen lassen seinen Streit. |
| 24 | Erwird fliehen vordem eisernen Harnisch, und der eherne Bogen wird ihn verjagen. |
| 25 | Ein blofi Schwert wird durch ihn ausgehen, und des Schwerts Blitz, der ihm bitter sein wird, wird mit Schrecken uber ihn fahren. |
| 26 | Es ist keine Finsternis da, die ihn verdecken mochte. Eswird ihn ein Feuerverzehren, das nicht aufgeblasen ist; und wer ubrig ist in seiner Hutte, dem wird's ubel gehen. |
| 27 | Der Himmel wird seine Missetat eroffnen, und die Erde wird sich wider ihn setzen. |
| 28 | Das Getreide in seinem Hause wird weggeführet werden, zerstreuet am Tage seines Zorns. |
| 29 | Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe seiner Rede bei Gott. |