Job 22
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | DA erwiderte Eliphas von Theman und sprach: |
| 2 | Kann denn der Mensch Gott etwas nützen? / Nein, nur sich selbst nützt der Verständige. / (a) Hio 35:7 |
| 3 | Liegt dem Allmächtigen daran, dass du gerecht bist? / Ist's ihm Gewinn, dass du fromm wandelst? / |
| 4 | Straft er dich etwa wegen deiner Gottesfurcht, / und geht er darum mit dir ins Gericht? / |
| 5 | Ist nicht deine Bosheit gross / und ohne Ende deine Verschuldung? / |
| 6 | Du hast wohl deine Brüder grundlos gepfändet / und die Entblössten der Kleidung beraubt, / (a) 2Mo 22:26 |
| 7 | dem Erschöpften nicht Wasser zu trinken gegeben / und dem Hungrigen das Brot versagt. / (a) Hio 31:16 17 |
| 8 | Dem Mann der Faust, ihm gehörte das Land, / und der Angesehene wohnte darin. / |
| 9 | Du hast die Witwen leer fortgeschickt / und die Arme der Waisen zermalmt. / |
| 10 | Darum bist du von Schlingen umgeben / und ängstigt dich plötzlicher Schrecken. / |
| 11 | Dein Licht ward finster, dass du nicht siehst, / und der Schwall der Wasser bedeckt dich. / |
| 12 | Ist nicht Gott in Himmelshöhen? / Und sieh das Haupt der Sterne, wie sie ragen! / |
| 13 | Und du willst sagen: "Was weiss denn Gott? / Wird er durchs Wolkendunkel richten? / |
| 14 | Wolken umhüllen ihn, dass er nicht sieht; / am Umkreis des Himmels lustwandelt er." / |
| 15 | Willst du der Vorwelt Pfad einhalten, / den die Männer des Frevels gewandelt sind? / |
| 16 | die gepackt worden sind vor der Zeit, / deren Boden zum Strome zerfloss? / |
| 17 | die zu Gott sprachen: "Weiche von uns!" / und: "Was könnte uns der Allmächtige tun?" - / (a) Hio 21:14 |
| 18 | da er doch ihre Häuser mit Segen gefüllt - / und: "Der Rat der Gottlosen kümmert ihn nicht." / |
| 19 | Die Gerechten sahen's und freuten sich, / und der Reine spottete ihrer: / |
| 20 | "Fürwahr, vertilgt sind unsere Widersacher, / und ihren Rest hat das Feuer verzehrt." / |
| 21 | Befreunde dich doch mit ihm und halte Frieden. / Dadurch kommt Segen über dich. / |
| 22 | Nimm doch Belehrung an aus seinem Munde, / und lege seine Worte in dein Herz. / |
| 23 | Wenn du dich zum Allmächtigen bekehrst in Demut, / das Unrecht fernhältst deinem Zelte, / (a) Hio 11:14 |
| 24 | wenn du das Golderz in den Staub legst / und zum Gestein der Bäche das Ophirgold, / |
| 25 | wenn der Allmächtige dein Golderz wird / und dir als Silber seine Weisung gilt, / |
| 26 | ja, dann wirst du dich am Allmächtigen erfreuen / und dein Angesicht zu Gott erheben. / |
| 27 | Du wirst ihn bitten, er wird dich erhören, / und du wirst deine Gelübde bezahlen. / (a) Ps 50:14 15 |
| 28 | Was du beschliessest, das wird dir gelingen, / und Licht strahlt über deinen Wegen. / |
| 29 | Denn Gott demütigt den Übermut, / doch wer die Augen niederschlägt, dem hilft er. / (a) Spr 29:23 |
| 30 | Er erfüllt des Schuldlosen Begehr, / der gerettet wird durch die Reinheit seiner Hände. |