Job 23
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | HIOB antwortete und sprach: |
| 2 | Noch heute ist Aufruhr meine Klage, / und Seine Hand liegt schwer auf meinem Stöhnen. / |
| 3 | O dass ich wüsste, wo ich ihn fände, / dass ich gelangte vor seinen Thron! / |
| 4 | Vorlegen wollte ich ihm die Sache / und meinen Mund mit Beweisen füllen, / |
| 5 | wollte wissen, wie er mir Rede stünde, / und vernehmen, was er mir sagen könnte! / |
| 6 | Würde er in Allmacht mit mir rechten? / Ach, wollte er nur auf mich achten! / |
| 7 | Da würde ein Redlicher mit ihm rechten, / und für immer rettete ich mein Recht. / |
| 8 | Siehe, ich gehe nach Osten - da ist er nicht, / nach Westen - ich gewahre ihn nicht; / |
| 9 | im Norden suche ich ihn - ich schaue ihn nicht, / biege um nach Süden - ich sehe ihn nicht. / |
| 10 | Er weiss ja, welchen Weg ich wandle; / prüft er mich, wie Gold gehe ich hervor. / |
| 11 | In seiner Spur blieb fest mein Fuss; / ich hielt ein seinen Weg und wich nicht ab. / |
| 12 | Von dem Gebote seiner Lippen liess ich nicht, / im Busen bewahrte ich die Reden seines Mundes. / |
| 13 | Er aber wollte es - wer mag ihm wehren? / Sein Herz begehrte es - und er vollbringt's. / |
| 14 | Denn er vollendet, was mir bestimmt ist, / und so hält er's allewege. / |
| 15 | Darum erschrecke ich vor seinem Angesichte, / betrachte ich's, erzittre ich vor ihm. / |
| 16 | Ja, Gott hat mir das Herz verzagt gemacht, / und der Allmächtige hat mich erschreckt. / |
| 17 | Denn ich vergehe vor der Finsternis, / und mein Angesicht bedeckt das Dunkel. / |