Job 24
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Warum sollten die Zeiten dem Allmachtigen nicht verborgen sein? Und die ihn kennen, sehen seine Tage nicht. |
| 2 | Sie treiben die Grenzen zurück; sie rauben die Herden und weiden sie. |
| 3 | Sie treiben der Waisen Esel weg und nehmen der Witwen Ochsen zu Pfande. |
| 4 | Die Armen müssen ihnen weichen, und die Durfligen im Lande müssen sich verkriechen. |
| 5 | Siehe, das Wild in der Wuste gehet heraus, wie sie pflegen, frühe zum Raub, daß sie Speise bereiten fur die Jungen. |
| 6 | Sie ernten auf dem Acker alles, was er tragt, und lesen den Weinberg, den sie mit Unrecht haben. |
| 7 | Die Nackenden lassen sie liegen und lassen ihnen keine Decke im Frost, denen sie die Kleider genommen haben, |
| 8 | daß sie sich müssen zu den Felsen halten, wenn ein Platzregen von den Bergen auf sie giefit, weil sie sonst keinen Trost haben. |
| 9 | Sie reilien das Kind von den Brüsten und machen's zum Waisen und machen die Leute arm mit Pfanden. |
| 10 | Den Nackenden lassen sie ohne Kleider gehen und den Hungrigen nehmen sie die Garben. |
| 11 | Sie zwingen sie, 01 zu machen auf ihrer eigenen Mühle und ihre eigene Kelterzu treten, und lassen sie doch Durst leiden. |
| 12 | Sie machen die Leute in der Stadt seufzend und die Seelen der Erschlagenen schreiend; und Gott stürzet sie nicht. |
| 13 | Darum sind sie abtrünnig worden vom Licht und kennen seinen Weg nicht und kehren nicht wieder zu seiner Stralie. |
| 14 | Wenn der Tag anbricht, stehetauf der Morder und erwürget den Armen und Dürftigen; und des Nachts ist er wie ein Dieb. |
| 15 | Das Auge des Ehebrechers hat acht auf das Dunkel und spricht: Mich siehet kein Auge; und verdecket sein Antlitz. |
| 16 | Im Finstern brichterzu den Hausern ein. Des Tages verbergen sie sich miteinander und scheuen das Licht. |
| 17 | Denn wo ihnen der Morgen kommt, ist's ihnen wie eine Finsternis; denn er fühlet das Schrecken der Finsternis. |
| 18 | Er fahret leichtfertig wie aufeinem Wasser dahin; seine Habe wird geringe im Lande, und bauet seinen Weinberg nicht. |
| 19 | Die Holle nimmt weg, die da sündigen, wie die Hitze und Dürre das Schneewasser verzehret. |
| 20 | Es werden sein vergessen die Barmherzigen; seine Lust wird wurmig werden; sein wird nicht mehr gedacht; er wird zerbrochen werden wie ein fauler Baum. |
| 21 | Er hat beleidiget die Einsame, die nicht gebiert, und hat der Witwe kein Gutes getan |
| 22 | und die Machtigen unter sich gezogen mit seiner Kraft. Wenn er stehet, wird er seines Lebens nicht gewifi sein. |
| 23 | Er macht ihm wohl selbst eine Sicherheit, darauf er sich verlasse; doch sehen seine Augen auf ihr Tun. |
| 24 | Sie sind eine kleine Zeit erhaben und werden zunichte und unterdruckt und ganz und gar ausgetilget werden, und wie die erste Blute an den Ahren werden sie abgeschlagen werden. |
| 25 | Ist's nicht also? Wohlan, wer will mich Lugen strafen und bewahren, dafi meine Rede nichts sei? |