Job 27
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Und Hiob fuhrfort und hub an seine Spruche und sprach: |
| 2 | So wahr Gott lebt, der mir mein Recht nicht gehen lasset, und der Allmachtige, der meine Seele betrubet, |
| 3 | solange mein Odem in mir ist, und das Schnauben von Gott in meiner Nase ist: |
| 4 | meine Lippen sollen nichts Unrechts reden, und meine Zunge soil keinen Betrug sagen. |
| 5 | Das sei feme von mir, daß ich euch recht gebe; bis da(S mein Ende kommt, will ich nicht weichen von meiner Frommigkeit. |
| 6 | Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen; mein Gewissen beißt mich nicht meines ganzen Lebens halber. |
| 7 | Aber mein Feind wird erfunden werden ein Gottloser, und der sich wider mich auflehnet, ein Ungerechter. |
| 8 | Denn was ist die FHoffnung des FHeuchlers, daß er so geizig ist, und Gott doch seine Seele hinreüßet? |
| 9 | Meinest du, da(S Gott sein Schreien horen wird, wenn die Angst über ihn kommt? |
| 10 | Wie kann eran dem Allmachtigen Lust haben und Gott etwa anrufen? |
| 11 | Ich will euch lehren von der FHand Gottes; und was bei dem Allmachtigen gilt, will ich nicht verhehlen. |
| 12 | Siehe, ihr haltet euch alle fur klug. Warum gebt ihr denn solch unnutze Dinge vor? |
| 13 | Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Tyrannen, das sie von dem Allmachtigen nehmen werden. |
| 14 | Wird erviel Kinder haben, so werden sie des Schwerts sein; und seine Nachkommlinge werden des Brats nicht satt haben. |
| 15 | Seine Ubrigen werden im Tode begraben werden, und seine Witwen werden nicht weinen. |
| 16 | Wenn erßeld zusammenbringetwie Erde und sammelt Kleider wie Leimen, |
| 17 | so wird ereswohl bereiten; aber der Gerechte wird es anziehen, und der Unschuldige wird das Geld austeilen. |
| 18 | Er bauet sein Haus wie eine Spinne, und wie ein Hüter einen Schauer machet. |
| 19 | Der Reiche, wenn er sich legt, wird er's nicht mitraffen; er wird seine Augen auftun, und da wird nichts sein. |
| 20 | Es wird ihn Schrecken uberfallen wie Wasser; des Nachts wird ihn das Ungewitter wegnehmen. |
| 21 | Der Ostwind wird ihn wegfuhren, daß er dahinfahret, und Ungestum wird ihn von seinem Ort treiben. |
| 22 | Er wird solches uber ihn führen und wird sein nicht schonen; es wird ihm alles aus seinen Handen entfliehen. |
| 23 | Man wird über ihn mit den Flanden klappen und über ihn zischen, da er gewesen ist. |