Job 27
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| v | Zurcher1931 |
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| 1 | Und wieder hob Hiob an mit seinem Spruch und sprach: |
| 2 | So wahr Gott lebt, der mir mein Recht genommen, / und der Allmächtige, der meine Seele betrübt hat: / |
| 3 | Fürwahr, solange noch mein Odem in mir ist / und Gottes Hauch in meiner Nase, / |
| 4 | wird kein Unrecht von meinen Lippen kommen, / und meine Zunge wird nicht Trug reden. / |
| 5 | Ferne sei es von mir, dass ich euch Recht gebe; / bis ich verscheide, beharre ich auf meiner Unschuld. / |
| 6 | An meiner Gerechtigkeit halte ich fest und lasse sie nicht; / mein Gewissen schilt keinen meiner Tage. / |
| 7 | Wie dem Gottlosen ergeh' es meinem Feinde, / und meinem Widersacher wie dem Bösewicht! / |
| 8 | Denn was für Hoffnung hat der Frevler, / wenn Gott abfordert seine Seele? / |
| 9 | Wird Gott sein Schreien wohl erhören, / wenn die Not ihn überfällt? / |
| 10 | Wird er an dem Allmächtigen seine Lust haben, / wird er Gott allezeit anrufen? / |
| 11 | Ich will euch über Gottes Hand belehren, / was der Allmächtige sinnt, euch nicht verhehlen. / |
| 12 | Ihr alle habt es ja selbst gesehen; / warum denn redet ihr so nichtig Eitles? / |
| 13 | Dies ist das Teil des Ruchlosen bei Gott / und das Los des Tyrannen, das er vom Herrn empfängt. / (a) Hio 20:29 |
| 14 | Sind seiner Kinder viel, so ist's für das Schwert, / und seine Sprösslinge essen sich nicht satt. / |
| 15 | Die ihm noch blieben, begräbt die Pest, / und ihre Witwen beweinen sie nicht. / |
| 16 | Wenn er schon Silber anhäuft wie Staub / und Gewänder herrichtet wie Lehm, / |
| 17 | er richtet es her, doch der Gerechte zieht es an, / und das Silber teilt der Fromme. / (a) Spr 28:8 |
| 18 | Wie die Spinne hat er sein Haus gebaut, / und wie die Hütte, die der Hüter macht. / |
| 19 | Reich legt er sich schlafen - er tut's nicht wieder; / er schlägt die Augen auf und - ist nicht mehr. / |
| 20 | Schrecken ereilen ihn wie Wasserfluten, / des Nachts entrafft ihn der Sturm. / |
| 21 | Der Ostwind hebt ihn weg, dass er dahinfährt, / er fegt ihn fort von seiner Stätte. / |
| 22 | Er schleudert auf ihn schonungslos Geschosse, / vor Seiner Hand muss er eilends fliehen. / |
| 23 | Er klatscht über ihn in die Hände / und zischt über ihn von Seiner Stätte aus. (1) o: nach gew. Auffassung: "Man klatscht über ihn in die Hände und zischt ihn aus von seinem Wohnort her." |