Job 28
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Es hat das Silber seine Gange und das Gold seinen Ort, da man es schmelzt. |
| 2 | Eisen bringet man aus der Erde, und aus den Steinen schmelzt man Erz. |
| 3 | Es wird je des Finstern etwa ein Ende, und jemand findet ja zuletzt den Schiefer tief verborgen. |
| 4 | Es bricht ein solcher Bach hervor, dafi, die darum wohnen, den Weg daselbst verlieren; und fallt wieder und schief M dahin von den Leuten. |
| 5 | Man bringet auch Feuer unten aus der Erde, da doch oben Speise auf wachst. |
| 6 | Man findet Saphir an etlichen Orten und Erdenklofie, da Gold ist. |
| 7 | Den Steig kein Vogel erkannt hat und kein Geiersauge gesehen. |
| 8 | Es haben die stolzen Kinder nicht drauf getreten, und ist kein Lowe drauf gegangen. |
| 9 | Auch legt man die FHand an die Felsen und grabet die Berge urn. |
| 10 | Man reißet Bache aus den Felsen; und alles, was kostlich ist, siehet das Auge. |
| 11 | Man wehret dem Strom des Wassers und bringet, das verborgen drinnen ist, ans Licht. |
| 12 | Wo will man aber Weisheit finden, und wo ist die Statte des Verstandes? |
| 13 | Niemand weifi, wo sie liegt, und wird nicht funden im Lande der Lebendigen. |
| 14 | Der Abgrund spricht: Sie ist in mir nicht; und das Meer spricht: Sie ist nicht bei mir. |
| 15 | Man kann nicht Gold urn sie geben, noch Silber darwagen, sie zu bezahlen. |
| 16 | Es gilt ihr nicht gleich ophirisch Gold Oder kostlicher Onyx und Saphir. |
| 17 | Gold und Demant mag ihr nicht gleichen, noch urn sie gulden Kleinod wechseln. |
| 18 | Ramoth und Gabis achtet man nicht. Die Weisheit ist hoher zu wagen denn Perlen. |
| 19 | Topasius aus Mohrenland wird ihr nicht gleich geschatzt, und das reinste Gold gilt ihr nicht gleich. |
| 20 | Woher kommt denn die Weisheit, und wo ist die Statte des Verstandes? |
| 21 | Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebendigen, auch verborgen den Vogeln unter dem Himmel. |
| 22 | Die Verdammnis und der Tod sprechen: Wir haben mit unsern Ohren ihr Gerucht gehoret. |
| 23 | Gott weili den Weg dazu und kennet ihre Statte. |
| 24 | Denn er siehet die Enden der Erde und schauet alles, was unter dem Himmel ist. |
| 25 | Da er dem Winde sein Gewicht machte und setzte dem Wasser sein gewisses Mali, |
| 26 | da er dem Regen ein Ziel machte und dem Blitz und Donner den Weg, |
| 27 | da sah er sie und erzahlete sie, bereitete sie und erfand sie; |
| 28 | und sprach zum Menschen: Siehe, die Furcht des HERRN, das ist Weisheit, und meiden das Bose, das ist Verstand. |