Job 28
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | Wohl gibt es einen Fundort für das Silber, / und eine Stätte für das Gold, wo man es läutert. / |
| 2 | Das Eisen holt man aus der Erde, / und Erz schmelzt man aus dem Gestein. / |
| 3 | Man setzt der Finsternis ein Ende; / bis auf den tiefsten Grund / durchforscht man das Gestein des Dunkels und der Nacht. / |
| 4 | Einen Schacht gräbt man fern von den Wohnstätten. / Fern vom Fusse droben, vergessen, / fern von den Menschen hangen, schweben sie. / |
| 5 | Aus der Erde sprosst das Brot, / und unter der Erde wühlt man wie das Feuer. / |
| 6 | Die Stätte des Saphirs ist ihr Gestein, / und Goldstäubchen findet man. / |
| 7 | Ein Pfad ist's, den der Geier nicht kennt / und den des Falken Auge nicht erspäht, / |
| 8 | den die stolzen Tiere nicht wandeln, / den der Löwe nicht beschreitet. / |
| 9 | An Kieselgestein legt er seine Hand, / wühlt von Grund aus die Berge um. / (1) d.i. der Mensch. |
| 10 | Durch die Felsen schlägt er Stollen, / und alles Köstliche erschaut sein Auge. / |
| 11 | Der Wasseradern Tränen hemmt er, / und das Verborgene bringt er ans Licht. / |
| 12 | Doch die Weisheit - wo ist sie zu finden? / Wo ist die Stätte der Erkenntnis? / |
| 13 | Der Mensch kennt nicht den Weg zu ihr, / sie ist nicht zu finden im Land der Lebendigen. / |
| 14 | Die Flut spricht: In mir ist sie nicht, / und das Meer spricht: Sie ist nicht bei mir. / |
| 15 | Man kann nicht Feingold für sie geben / und nicht in Silber ihren Preis darwägen. / (a) Spr 3:14 |
| 16 | Kein Gold von Ophir wiegt sie auf, / kein kostbarer Sohamstein und kein Saphir. / |
| 17 | Gold und Glas kommt ihr nicht gleich, / noch kann man sie eintauschen um gülden Gerät. / |
| 18 | Vergessen sind Korallen und Kristall, / der Weisheit Besitz geht über Perlen. / (a) Spr 8:11 |
| 19 | Äthiopiens Topas kommt ihr nicht gleich, / reines Gold wiegt sie nicht auf. / |
| 20 | Die Weisheit also - woher kommt sie? / Wo ist die Stätte der Erkenntnis? / |
| 21 | Verhüllt ist sie den Augen alles Lebendigen, / und den Vögeln des Himmels ist sie verborgen. / |
| 22 | Abgrund und Tod, sie sprechen: / Nur ein Gerücht von ihr haben wir gehört. / |
| 23 | Gott, der weiss den Weg zu ihr, / und er, er kennt ihre Stätte. / |
| 24 | Denn er erschaut die Enden der Welt, / was unter dem Himmel ist, sieht er alles. / |
| 25 | Als er dem Winde seine Wucht zuwog / und den Wassern ihr Mass bestimmte, / (a) Hio 26:10; Ps 135:7 |
| 26 | als er dem Regen sein Gesetz gab / und seine Bahn dem Wetterstrahl, / |
| 27 | da hat er sie gesehen und erforscht, / sie hingestellt und auch erprobt. / |
| 28 | Und er sprach zum Menschen: Siehe, / die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, / und Böses meiden, das ist Erkenntnis. (a) Ps 111:10; Spr 1:7; 9:10; Pre 12:13 |