Job 30
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| v | Zurcher1931 |
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| 1 | Jetzt aber spotten meiner, / die jünger sind als ich an Jahren, / deren Väter ich nicht wert gehalten, / sie zu meinen Herdenhunden zu gesellen. / |
| 2 | Auch die Stärke ihrer Hände - was sollte sie mir, / da ihnen die Vollkraft versagt ist? / |
| 3 | Durch Mangel und durch Hunger ausgedörrt, / benagen sie die Steppe und die Wüstenei. / |
| 4 | Sie pflücken ab die Melde am Gesträuch, / und ihre Speise ist die Ginsterwurzel. / |
| 5 | Aus der Gemeinde werden sie vertrieben, / man schreit über sie wie über den Dieb. / |
| 6 | In schaurigen Schluchten müssen sie hausen, / in Erdlöchern und Felsenhöhlen. / |
| 7 | Sie schreien zwischen dem Gesträuche, / unter Nesseln tun sie sich zusammen, / |
| 8 | verruchte, namenlose Brut, / aus dem Lande hinausgepeitscht. / |
| 9 | Und nun bin ich ihr Spottlied, / bin ihnen zum Gerede geworden. / (a) Hio 17:6; Ps 69:13; Kla 3:14 |
| 10 | Mit Abscheu weichen sie von mir / und speien mir ins Angesicht. / |
| 11 | Weil Er meine Sehne gelöst und mich gedemütigt, / lassen sie vor mir die Zügel schiessen. / |
| 12 | Zur Rechten erhebt sich die Brut / und bahnt wider mich den Weg ihres Verderbens. / |
| 13 | Meinen Pfad haben sie aufgerissen, / sie helfen zu meinem Verderben, / und niemand hält sie auf. / |
| 14 | Wie durch eine weite Bresche kommen sie, / und unter Trümmern wälzen sie sich heran. / |
| 15 | Schrecknisse kehren sich wider mich; / verjagt wie vom Winde ist meine Würde, / und entschwunden ist mein Heil wie eine Wolke. / |
| 16 | Und nun ergiesst sich in mir meine Seele, / Tage des Elends packen mich an. / |
| 17 | Die Nacht bohrt an meinem Gebein, / und meine Nager ruhen nimmer. / (1) d.h. Schmerzen. |
| 18 | Durch Allgewalt entstellt sich mein Gewand, / gleich meinem Hemde umschliesst es mich. / |
| 19 | Er hat mich in den Kot geworfen; / wie Staub und Asche bin ich geworden. / |
| 20 | Ich schreie zu dir, doch du erhörst mich nicht; / ich stehe (vor dir), und du achtest nicht mein. / (a) Hio 19:7 |
| 21 | Du wandelst dich mir zum grausamen Feinde; / mit gewaltiger Hand befehdest du mich, / (a) Hio 16:9; 19:11; 30:10 |
| 22 | hebst auf den Sturm mich, / lässest mich dahinfahren, / lässest mich zergehen ohne Rettung. / |
| 23 | Ja, ich weiss: dem Tode willst du mich zuführen, / dem Haus, wo alles Lebende sich einstellt. / |
| 24 | Doch streckt nicht ein Versinkender die Hand aus? / und schreit er nicht bei seinem Untergang? / |
| 25 | Oder weint nicht der, der schwere Zeiten hat? / ist nicht in der Seele bekümmert der Arme? / |
| 26 | Denn Gutes erhoffte ich, und Böses kam; / ich harrte auf Licht, und es kam Finsternis. / |
| 27 | Meine Eingeweide wallen und ruhen nicht; / Tage des Elends nahmen mich auf. / |
| 28 | Geschwärzt geh' ich einher, nicht von der Sonne, / ich stand auf in der Gemeinde und schrie. / |
| 29 | Ein Bruder der Schakale bin ich geworden / und ein Genoss der Strausse. / |
| 30 | Meine Haut fällt schwarz von mir, / und mein Gebein ist verdorrt vor Hitze. / (a) Ps 102:4; Kla 4:8 |
| 31 | Zum Trauerlied ward mir die Laute, / zu lautem Weinen die Schalmei. |