Job 33
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Hore doch, Hiob, meine Rede und merke auf alle meine Worte! |
| 2 | Siehe, ich tue meinen Mund auf, und meine Zunge redet in meinem Munde. |
| 3 | Mein Herz soil recht reden, und meine Lippen sollen den reinen Verstand sagen. |
| 4 | Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmachtigen hat mir das Leben gegeben. |
| 5 | Kannst du, so antworte mir; schicke dich gegen mich und stelle dich! |
| 6 | Siehe ich bin Gottes ebensowohl als du, und aus Leimen bin ich auch gemacht. |
| 7 | Doch du darfst vor mir nicht erschrecken, und meine Hand soli dir nicht zu schwer sein. |
| 8 | Du hast geredet vor meinen Ohren, die Stimme deiner Rede mulite ich horen: |
| 9 | Ich bin rein, ohne Missetat, unschuldig und habe keine Sunde. |
| 10 | Siehe, er hat eine Sache wider mich funden, darum achtet er mich fur seinen Feind. |
| 11 | Er hat meinen Fuli in Stock gelegt und hat alle meine Wege verwahret. |
| 12 | Siehe, eben daraus schlielie ich wider dich, daß du nicht recht bist; denn Gott ist mehr weder ein Mensch. |
| 13 | Warum willstdu mit ihm zanken, daß erdir nicht Rechenschaft gibt alles seines Tuns? |
| 14 | Denn wenn Gott einmal etwas beschlielit, so bedenket er's nicht erst her nach. |
| 15 | Im Traum des Gesichts in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute fallt, wenn sie schlafen auf dem Bette, |
| 16 | da offnet er das Ohr der Leute und schreckt sie und zuchtiget sie, |
| 17 | daß er den Menschen von seinem Vorhaben wende und beschirme ihn vor Hoffart. |
| 18 | Und verschonet seiner Seele vor dem Verderben und seines Lebens, daß es nicht ins Schwert falle. |
| 19 | Er straft ihn mit Schmerzen auf seinem Bette und alle seine Gebeine heftig; |
| 20 | und richtet ihm sein Leben so zu, daß ihm vor der Speise ekelt, und seine Seele, daß sie nicht Lust zu essen hat. |
| 21 | Sein Fleisch verschwindet, daß er nicht wohl sehen mag, und seine Beine werden zerschlagen, daß man sie nicht gerne ansiehet, |
| 22 | daß seine Seele nahet zum Verderben und sein Leben zu den Toten. |
| 23 | So dann ein Engel, einer aus tausend, mit ihm redet, zu verkundigen dem Menschen, wie er solle recht tun, |
| 24 | so wird er ihm gnadig sein und sagen: Er soil erloset werden, daß er nicht hinunterfahre ins Verderben; denn ich habe eine Versohnung funden. |
| 25 | Sein Fleisch grüne wieder wie in der Jugend, und lali ihn wieder jung werden. |
| 26 | Er wird Gott bitten; der wird ihm Gnade erzeigen und wird sein Antlitz sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit vergelten. |
| 27 | Er wird vor den Leuten bekennen und sagen: Ich wollte gesundiget und das Recht verkehret haben, aber es hatte mir nichts genutzet. |
| 28 | Er hat meine Seele erloset, daß sie nicht fuhre ins Verderben, sondern mein Leben das Licht sahe. |
| 29 | Siehe, das alles tut Gott zwei Oder dreimal mit einem jeglichen, |
| 30 | daß er seine Seele herumhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen. |
| 31 | Merke auf, Hiob, und hore mirzu, und schweige, daß ich rede! |
| 32 | Hast du aber was zu sagen, so antworte mir; sage her, bist du recht, ich will's gerne horen. |
| 33 | Hast du aber nichts, so hore mir zu und schweige, ich will dich die Weisheit lehren. |