Job 34
aligned by seat — same row, same verse, whatever each bible numbers it
| v | Luther2021 |
|---|---|
| 1 | Und Elihu antwortete und sprach: |
| 2 | Horet, ihr Weisen, meine Rede, und ihr Verstandigen, merket auf mich! |
| 3 | Denn das Ohr prufet die Rede, und der Mund schmecket die Speise. |
| 4 | Lafit uns ein Urteil erwahlen, daß wir erkennen unter uns, was gut sei. |
| 5 | Denn Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht, und Gott weigertmir mein Recht. |
| 6 | Ich muft lugen, ob ich wohl recht habe, und bin gequalet von meinen Pfeilen, ob ich wohl nichts verschuldet habe. |
| 7 | Wer ist ein solcher wie Hiob, der da Spotterei trinket wie Wasser |
| 8 | und auf dem Wege gehet mit den Ubeltatern und wandelt mit den gottlosen Leuten? |
| 9 | Denn er hat gesagt: Wenn jemand schon fromm ist, so gilt er doch nichts bei Gott. |
| 10 | Darum horet mirzu, ihr weisen Leute: Es sei feme, daß Gott sollte gottlos sein und der Allmachtige ungerecht, |
| 11 | sondern er vergilt dem Menschen, danach er verdienet hat, und trifft einen jeglichen nach seinem Tun. |
| 12 | Ohne Zweifel, Gott verdammet niemand mit Unrecht, und der Allmachtige beuget das Recht nicht. |
| 13 | Wer hat, das auf Erden ist, verordnet, und wer hat den ganzen Erdboden gesetzt? |
| 14 | So ersich's wurde unterwinden, so wurde er ailer Geist und Odem zu sich sammeln. |
| 15 | Alles Fleisch wurde miteinander vergehen, und der Mensch wurde wieder zu Asche werden. |
| 16 | Hast du nun Verstand, so hore das und merke auf die Stimme meiner Rede. |
| 17 | Sollte einer darum das Recht zwingen, daß er's hasset? Und daß du stolz bist, solltest du darum den Gerechten verdammen? |
| 18 | Sollt einer zum Konige sagen: Du loser Mann! und zu den Fursten: Ihr Gottlosen!? |
| 19 | Der doch nicht ansiehet die Person der Fursten und kennet den Herrlichen nicht mehr denn den Armen; denn sie sind alle seiner Hande Werk. |
| 20 | Plotzlich müssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und vergehen; die Machtigen werden kraftlosweggenommen. |
| 21 | Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege, und er schaut alle ihre Gange. |
| 22 | Es ist kein Finsternis noch Dunkel, daß sich da mochten verbergen die Ubeltater. |
| 23 | Denn es wird niemand gestattet, daß er mit Gott rechte. |
| 24 | Er bringet der Stolzen viel urn, die nicht zu zahlen sind, und stellet andere an ihre Statt, |
| 25 | darum daß er kennet ihre Werke und kehret sie urn des Nachts, daß sie zerschlagen werden. |
| 26 | Er wirft die Gottlosen über einen Haufen, da man's gerne siehet, |
| 27 | darum daß sie von ihm weggewichen sind und verstunden seiner Wege keinen, |
| 28 | daß das Schreien der Armen muftte vor ihn kommen, und er das Schreien der Elenden horete. |
| 29 | Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? und wenn er das Antlitz verbirget, wer will ihn schauen unter den Volkern und Leuten? |
| 30 | Und laftt uber sie regieren einen Heuchler, das Volkzu drangen. |
| 31 | Ich muft fur Gott reden und kann's nicht lassen. |
| 32 | Hab ich's nicht getroffen, so lehre du mich's besser; hab ich unrecht gehandelt, ich will's nicht mehr tun. |
| 33 | Man wartet der Antwort von dir, denn du verwirfst alles; und du hast's angefangen und nicht ich. Weiftest du nun was, so sage an! |
| 34 | Weise Leute lasse ich mir sagen, und ein weiser Mann gehorchet mir. |
| 35 | Aber Hiob redete mit Unverstand, und seine Worte sind nicht klug. |
| 36 | Mein Vater! laft Hiob versucht werden bis ans Ende, darum daß er sich zu unrechten Leuten kehret. |
| 37 | Er hat uber seine Sunde dazu noch gelastert; darum laft Ihn zwischen uns geschlagen werden und danach viel wider Gott plaudern. |