Job 36
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Elihu redete weiter und sprach: |
| 2 | Harre mir noch ein wenig, ich will dir's zeigen; denn ich habe noch von Gottes wegen was zu sagen. |
| 3 | Ich will meinen Verstand weit holen und meinen Schopfer beweisen, daß er recht sei. |
| 4 | Meine Reden sollen ohne Zweifel nicht falsch sein, mein Verstand soil ohne Wandel vor dir sein. |
| 5 | Siehe, Gott verwirft die Machtigen nicht; denn er ist auch machtig von Kraft des Herzens. |
| 6 | Den Gottlosen erhalt er nicht, sondern hilft dem Elenden zum Rechten. |
| 7 | Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten und die Konige lalit er sitzen auf dem Thron immerdar, daß sie hoch bleiben. |
| 8 | Und wo Gefangene liegen in Stocken und gebunden mit Stricken elendiglich, |
| 9 | so verkundiget er ihnen, was sie getan haben, und ihre Untugend, daü sie mit Gewalt gefahren haben. |
| 10 | Und offnet ihnen das Ohr zur Zucht und sagt ihnen, daü sie sich von dem Unrechten bekehren sollen. |
| 11 | Gehorchen sie und dienen ihm, so werden sie bei guten Tagen alt werden und mit Lust leben. |
| 12 | Gehorchen sie nicht, so werden sie ins Schwert fallen und vergehen, ehe sie es gewahr werden. |
| 13 | Die Heuchler, wenn sie der Zorn trifft, schreien sie nicht, wenn sie gefangen liegen; |
| 14 | so wird ihre Seele mit Qual sterben und ihr Leben unter den Hurern. |
| 15 | Aber den Elenden wird er aus seinem Elend erretten und dem Armen das Ohr offnen in Trubsal. |
| 16 | Erwird dich reißen aus dem weiten Rachen der Angst, die keinen Boden hat; und dein Tisch wird Ruhe haben, voll alles Guten. |
| 17 | Du aber machst die Sache der Gottlosen gut, dafi ihre Sache und Recht erhalten wird. |
| 18 | Siehe zu, dafi dich nicht vielleicht Zorn beweget habe, jemand zu plagen, Oder grofi Geschenk dich nicht gebeuget habe. |
| 19 | Meinest du, dafi er deine Gewalt achte, Oder Gold, Oder irgend eine Starke Oder Vermogen? |
| 20 | Du darfst der Nacht nicht begehren, die Leute an ihrem Ortzu überfallen. |
| 21 | Hüte dich und kehre dich nicht zum Unrecht, wie du denn vor Elend angefangen hast. |
| 22 | Siehe, Gott ist zu hoch in seiner Kraft; wo ist ein Lehrer, wie er ist? |
| 23 | Werwill fiber ihn heimsuchen seinen Weg, und wer will zu ihm sagen: Du tust unrecht? |
| 24 | Gedenke, dafi du sein Werk nicht wissest, wie die Leute singen. |
| 25 | Denn alle Menschen sehen das, die Leute schauen's von feme. |
| 26 | Siehe, Gott ist groli und unbekannt; seiner Jahre Zahl kann niemand forschen. |
| 27 | Er macht das Wasser zu kleinen Tropfen und treibt seine Wolken zusammen zum Regen, |
| 28 | daß die Wolken fließen und triefen sehr auf die Menschen. |
| 29 | Wenn er vornimmt, die Wolken auszubreiten, wie sein hoch Gezelt, |
| 30 | siehe, so breitet er aus seinen Blitz fiber dieselben und bedecket alle Enden des Meers. |
| 31 | Denn damit schreckt er die Leute und gibt doch Speise die Fülle. |
| 32 | Er decket den Blitz wie mit Handen und heilit es doch wiederkommen. |
| 33 | Davon zeuget sein Geselle, namlich des Donners Zorn in Wolken. |