Job 36
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | Und Elihu fuhr fort und sprach: |
| 2 | Warte mir ein wenig, so will ich dich lehren; / denn noch habe ich Worte für Gott. / |
| 3 | Ich will mein Wissen fernher holen / und meinem Schöpfer sein Recht verschaffen. / |
| 4 | Denn wahrlich, meine Worte sind nicht Lüge; / ein Mann vollkommener Einsicht (spricht) mit dir. / |
| 5 | Siehe, Gott verwirft den Trotzigen, / |
| 6 | er lässt den Gottlosen nicht am Leben, / aber dem Elenden schafft er Recht; / |
| 7 | er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten, / und mit Königen auf dem Thron lässt er sie immerdar sitzen, / und sie werden erhöht; / (a) 1Sa 2:8; Ps 33:18; 34:16; 113:7 8 |
| 8 | und wenn sie in Ketten gefesselt sind, / in Banden des Elends gefangen werden, / |
| 9 | so hält er ihnen vor ihr Tun und ihre Vergehen, / dass sie sich überhoben. / |
| 10 | Er öffnet ihr Ohr der Zurechtweisung / und befiehlt ihnen, vom Frevel zu lassen. / (a) Hio 33:16 |
| 11 | Gehorchen sie und unterwerfen sich, / so verbringen sie all ihre Tage in Glück / und ihre Jahre in Wonnen. / |
| 12 | Gehorchen sie nicht, so rafft sie das Geschoss dahin, / und sie scheiden ab in Unverstand. / |
| 13 | Die ruchlos Gesinnten hegen Zorn, / rufen nicht um Hilfe, wenn er sie bindet. / |
| 14 | Sterben muss ihre Seele in der Jugend / und ihr Leben wie das der Lustknaben. / |
| 15 | Aber den Elenden erlöst er durch sein Elend / und öffnet ihm das Ohr durch Drangsal. / |
| 16 | Dich aber hat das Glück verleitet, / die Ruhe vor dem Rachen der Not, / da keine Bedrängnis dich erschreckte, / dein Tisch mit Fettem reich besetzt war. / |
| 17 | Da traf dich voll das Gericht des Gottlosen, / und Urteil und Gericht erfassten dich. / |
| 18 | Lass nicht die Züchtigung zum Zorne dich verleiten / und nicht die Menge des Lösegeldes dich beirren. / |
| 19 | Wird wider ihn aufkommen dein Geschrei in der Not / und alle Anstrengungen der Kraft? / |
| 20 | Sehne dich nicht nach der Nacht, / dass Völker auffahren an ihrer Stätte. / |
| 21 | Hüte dich, dass du dich nicht zum Frevel wendest; / denn zum Argen hast du mehr Lust als zum Dulden. / |
| 22 | Siehe, Gott wirkt Grosses in seiner Macht! / Wo wäre ein Meister wie er? / |
| 23 | Wer hätte ihm seinen Weg vorgeschrieben? / und wer gesagt: "Du hast Unrecht getan"? / (a) Hio 34:10; Jes 40:13 14 |
| 24 | Gedenke, wie du erhebest sein Tun, / das Männer besungen haben. / |
| 25 | Alle Menschen sehen's mit Lust, / der Sterbliche, der es von ferne schaut. / |
| 26 | Siehe, Gott ist erhaben, wir begreifen es nicht, / unerforschlich ist die Zahl seiner Jahre. / (a) Ps 90:2; 93:2; 102:25 |
| 27 | Denn er zieht herauf die Wassertropfen, / seiht sie aus seiner Flut als Regen, / |
| 28 | von dem die Wolken triefen, / auf viele Menschen niederrieseln. / |
| 29 | Wer verstünde gar das Ausspannen der Wolken / und das Getöse seines Gezelts? / |
| 30 | Siehe, er breitet um sich seine Flut aus / und bedeckt die Gründe des Meeres; / |
| 31 | denn damit versorgt er die Völker / und gibt ihnen Speise in Fülle. / |
| 32 | Seine Hände bedeckt er mit Blitzen / und entbietet sie gegen das Ziel. / |
| 33 | Ihn kündet an sein Kriegsruf, / den Zorn erregend wider den Frevel. / |