Job 39
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| v | Zurcher1931 |
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| 1 | Bestimmst du die Zeit, da die Steinziegen gebären, / überwachst du das Kreissen der Hinden? / |
| 2 | Zählst du die Monde ab, die sie erfüllen müssen, / und setzest du fest ihre Wurfzeit? / |
| 3 | Sie kauern nieder, werfen ihre Jungen / und sind ihrer Wehen ledig. / |
| 4 | Ihre Jungen erstarken, wachsen auf im Freien, / sie gehen davon und kommen nicht wieder. / |
| 5 | Wer hat den Wildesel frei gehen lassen, / und die Bande des Renners, wer hat sie gelöst? / |
| 6 | dem ich die Steppe zur Behausung gab / und das Salzland zur Wohnung? / |
| 7 | Er lacht des Getümmels in der Stadt, / das Geschrei des Treibers hört er nicht. / |
| 8 | Er streift durch das Gebirge, seine Weide, / und allem Grünen spürt er nach. / |
| 9 | Wird dir der Wildochs dienen wollen, / wird er des Nachts an deiner Krippe liegen? / |
| 10 | Kannst du ihn binden an das Furchenseil, / wird er hinter dir her eggen in den Tälern? / |
| 11 | Vertraust du ihm, weil er so stark ist, / und überlässest du ihm deine Arbeit? / |
| 12 | Glaubst du ihm, dass er wieder kommt / und deine Saat auf deine Tenne bringt? / |
| 13 | Munter schlägt der Strauss seine Flügel; / ist's aber fromme Schwinge und Feder? / |
| 14 | Er überlässt ja seine Eier dem Boden, / lässt die Erde sie ausbrüten / |
| 15 | und vergisst, dass sie ein Fuss zerdrücken, / das Wild des Feldes sie zertreten kann. / |
| 16 | Hart ist er gegen seine Jungen, als wären sie nicht sein; / war umsonst sein Mühen, ihn kümmert's nicht. / |
| 17 | Denn Gott liess ihn die Weisheit vergessen / und gab ihm nicht Anteil an der Einsicht. / |
| 18 | Zur Zeit, wenn er in die Höhe sich peitscht, / verlacht er das Ross und seinen Reiter. / |
| 19 | Gibst du dem Rosse die Stärke? / Kleidest du seinen Hals mit der Mähne? / |
| 20 | Machst du es springen wie die Heuschrecke? / Sein majestätisches Schnauben, wie furchtbar! / |
| 21 | Es scharrt im Talgrund und freut sich; / mit Kraft zieht es aus, den Waffen entgegen. / |
| 22 | Es lacht der Furcht und ist unverzagt; / es weicht nicht zurück vor dem Schwerte. / |
| 23 | Über ihm klirrt der Köcher, / der blitzende Speer und der Wurfspiess. / |
| 24 | Mit stürmischem Ungestüm schlürft es die Strecke; / es hält nicht still beim Schall der Posaune. / |
| 25 | Sooft die Posaune ertönt, ruft es: Hui! / Von ferne wittert es die Schlacht, / das Donnern der Führer und das Kriegsgeschrei. / |
| 26 | Hebt durch deine Weisheit der Falke die Schwingen, / breitet seine Flügel aus nach Süden? / |
| 27 | Schwingt sich auf dein Geheiss der Adler hoch / und baut sein Nest in der Höhe? / |
| 28 | Auf Felsen wohnt und horstet er, / auf dem Felszahn und der Bergeswarte. / |
| 29 | Von dort erspäht er sich den Frass, / fernhin sehen seine Augen. / |
| 30 | Und seine Jungen schlürfen Blut; / und wo Erschlagene sind, da ist er. (a) Mt 24:28 Und der Herr wandte sich an Hiob und sprach: (1) die Lutherbibel hat für 39,31-35; 40,1-28; 41,1-25 die Zählung 40,1-32; 41,1-26. Hadern will der Tadler mit dem Allmächtigen? / Der Gott zurechtwies, gebe darauf Antwort! Da antwortete Hiob dem Herrn und sprach: Siehe, ich bin zu gering, was soll ich dir antworten? / Ich lege die Hand auf meinen Mund. / Einmal habe ich geredet und wiederhole es nicht, / zweimal, und tue es nicht wieder. |
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