Job 3
aligned by seat — same row, same verse, whatever each bible numbers it
| v | Luther2021 |
|---|---|
| 1 | Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag. |
| 2 | Und Hiob sprach: |
| 3 | Der Tag müsse verloren sein, darinnen ich geboren bin, und die Nacht, da man sprach: Es ist ein Mannlein empfangen. |
| 4 | Derselbe Tag müsse finster sein, und Gott von oben herab musse nicht nach ihm fragen; kein Glanz müsse über ihn scheinen. |
| 5 | Finsternis und Dunkel müssen ihn überwaltigen, und dicke Wolken müssen über ihm bleiben, und der Dampf am Tage mache ihn graßlich. |
| 6 | Die Nacht müsse ein Dunkel einnehmen, und müsse sich nicht unter den Tagen des Jahres freuen, noch in die Zahl der Monden kommen. |
| 7 | Siehe, die Nacht müsse einsam sein und kein Jauchzen drinnen sein. |
| 8 | Es verfluchen sie die Verflucher des Tages, und die da bereit sind, zu erwecken den Leviathan. |
| 9 | Ihre Sterne müssen finster sein in ihrer Dammerung; sie hoffe aufs Licht und komme nicht und müsse nicht sehen die Augenbrauen der Morgenrote, |
| 10 | daß sie nicht verschlossen hat die Tür meines Leibes und nicht verborgen das Unglück vor meinen Augen. |
| 11 | Warum bin ich nicht gestorben von Mutterleib an? Warum bin ich nicht umkommen, da ich aus dem Leibe kam? |
| 12 | Warum hat man mich auf den Schoß gesetzet? Warum bin ich mit Brüsten gesauget? |
| 13 | So lage ich doch nun und ware stille, schliefe und hatte Ruhe |
| 14 | mit den Konigen und Ratsherren auf Erden, die das Wüste bauen; |
| 15 | Oder mit den Fürsten, die Gold haben und ihre Hauser voll Silbers sind; |
| 16 | oderwieeine unzeitige Geburt verborgen und nichts ware, wie die jungen Kinder, die das Licht nie gesehen haben. |
| 17 | Daselbst müssen doch aufhoren die Gottlosen mit Toben; daselbst ruhen doch, die viel Mühe gehabt haben. |
| 18 | Da haben doch miteinander Frieden die Gefangenen und horen nicht die Stimme des Drangers. |
| 19 | Da sind beide klein und groß, Knecht und der von seinem Herm frei gelassen ist. |
| 20 | Warum ist das Licht gegeben dem Muhseligen und das Leben den betrubten Herzen, |
| 21 | (die des Todes warten und kommt nicht, und grüben ihn wohl aus dem Verborgenen, |
| 22 | die sich fast freuen und sind frohlich, daß sie das Grab bekommen,) |
| 23 | und dem Manne, des Weg verborgen ist, und Gott vor ihm denselben bedecket? |
| 24 | Denn wenn ich essen soil, muß ich seufzen, und mein Heulen fahret heraus wie Wasser. |
| 25 | Denn das ich gefurchtet habe, ist uber mich kommen, und das ich sorgte, hat mich getroffen. |
| 26 | War ich nicht gluckselig? War ich nicht fein stille? Hatte ich nicht gute Ruhe? Und kommt solche Unruhe! |