Job 4
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | DA erwiderte Eliphas von Theman und sprach: |
| 2 | Darf ich zu dir reden, da du verzagt bist? - / Doch die Rede zu verhalten, wer vermag es? / |
| 3 | Siehe, du hast ja sonst viele gemahnt, / und schlaffe Hände hast du gestärkt. / |
| 4 | Den Strauchelnden richteten auf deine Worte, / und brechenden Knieen gabst du Kraft. / |
| 5 | Nun, da es an dich kommt, bist du verzagt, / weil es dich trifft, bist du bestürzt. / |
| 6 | Ist nicht deine Gottesfurcht dein Vertrauen, / und dein unsträflicher Wandel deine Hoffnung? / |
| 7 | Besinne dich doch: wer verdarb je unschuldig, / wo wurden Gerechte vernichtet? / |
| 8 | Soviel ich gesehen: Die Unrecht pflügen / und Unheil säen, die ernten es auch. / (a) Spr 22:8; Hos 10:13; Ga 6:8 |
| 9 | Durch Gottes Odem verderben sie, / vom Hauch seines Zornes schwinden sie hin. / |
| 10 | Noch brüllt der Löwe und knurrt der Leu, / da sind auch schon ausgeschlagen der Junglöwen Zähne. / |
| 11 | Der Leu kommt um, weil er keinen Raub hat, / und die Jungen der Löwin zerstreuen sich. / |
| 12 | Aber zu mir stahl sich ein Wort, / und mein Ohr vernahm ein Flüstern von ihm her, / |
| 13 | in Gedanken, die aus Nachtgesichten kommen, / wenn auf Menschen Tiefschlaf fällt - / |
| 14 | ein Entsetzen ergriff mich und ein Zittern, / all meine Gebeine durchzuckte der Schreck: / |
| 15 | es geht ein Wehen an mir vorüber, / es sträuben sich die Haare meines Leibes. / |
| 16 | Da steht es - doch ich erkenne sein Aussehen nicht - / eine Gestalt vor meinen Augen; / das Flüstern einer Stimme höre ich: / |
| 17 | "Ist wohl ein Mensch gerecht vor Gott, / vor seinem Schöpfer rein ein Mann? / (a) Ps 14:2 3; 143:2 |
| 18 | Sieh, seinen Dienern traut er nicht, / und seinen Engeln schreibt er Irrung zu, / (a) Hio 15:15 |
| 19 | und erst den Bewohnern der Hütte von Lehm, / die auf den Staub gegründet ist! / ihnen, die wie eine Motte zermalmt, / |
| 20 | zwischen Morgen und Abend zerschmettert werden / und unbeachtet auf ewig vergehn! / |
| 21 | Nicht wahr, wird abgebrochen das Zelt ihres Lebens, / so sterben sie, doch nicht in Weisheit!" |