Luke 18
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | ER sagte ihnen aber ein Gleichnis, um ihnen zu zeigen, dass sie allezeit beten und nicht müde werden sollten, (a) Rö 12:12; Eph 6:18; Kol 4:2; 1Th 5:17 |
| 2 | und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor keinem Menschen scheute. |
| 3 | Und eine Witwe war in jener Stadt, die kam (immer wieder) zu ihm und sagte: Schaffe mir Recht gegenüber meinem Gegner! (a) 2Mo 22:22-24; Jes 1:17 |
| 4 | Und er wollte eine Zeitlang nicht; doch nachher sagte er bei sich selbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und mich vor keinem Menschen scheue, |
| 5 | so will ich doch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht schliesslich kommt und mich ins Gesicht schlägt. (a) Lu 11:8 |
| 6 | Weiter sprach der Herr: Höret, was der ungerechte Richter sagt! |
| 7 | Gott aber sollte seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm rufen, ihr Recht nicht schaffen und sollte bei ihnen Langmut (gegen ihre Gegner) üben? (a) Ps 55:17 18 |
| 8 | Ich sage euch: Er wird ihnen ihr Recht schaffen in Bälde. Wird jedoch der Sohn des Menschen, wenn er kommt, auf Erden den Glauben finden? |
| 9 | ER sagte aber auch zu etlichen, die sich selbst zutrauten, gerecht zu sein, und die übrigen verachteten, dieses Gleichnis: (a) Lu 16:15 |
| 10 | Zwei Menschen gingen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer und der andre ein Zöllner. |
| 11 | Der Pharisäer stellte sich für sich allein hin und betete so: O Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. (a) Jes 58:2 |
| 12 | Ich faste zweimal in der Woche, ich gebe den Zehnten von meinem ganzen Einkommen. (a) Lu 11:42; Mt 9:14; 23:23 |
| 13 | Der Zöllner aber stand von ferne und wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben, sondern er schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir Sünder gnädig! (a) Ps 51:3 |
| 14 | Ich sage euch: Dieser ging mehr gerechtfertigt in sein Haus hinab als jener. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (a) Lu 14:11; Mt 23:12 |
| 15 | SIE brachten aber auch die Kindlein zu ihm, damit er sie anrühren möchte. Als die Jünger das sahen, schalten sie sie. |
| 16 | Jesus aber rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. |
| 17 | Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen. (a) Mt 18:3 |
| 18 | UND es fragte ihn ein Vorsteher: Guter Meister, was muss ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe? |
| 19 | Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut ausser Gott allein. |
| 20 | Du kennst die Gebote: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden, ehre deinen Vater und deine Mutter!" (a) 2Mo 20:12-16; 5Mo 5:16-20 |
| 21 | Er aber sagte: Dies alles habe ich gehalten von Jugend auf. |
| 22 | Als Jesus das hörte, sprach er zu ihm: Eins mangelt dir noch: Verkaufe alles, was du hast, und verteile es an Arme, so wirst du einen Schatz in den Himmeln haben; und komm, folge mir nach! (a) Mt 6:20 |
| 23 | Der aber wurde tief betrübt, als er dies hörte; denn er war sehr reich. |
| 24 | Als ihn aber Jesus (so traurig) sah, sprach er: Wie schwer kommen die Begüterten in das Reich Gottes! |
| 25 | Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt. |
| 26 | Da sagten die, welche es gehört hatten: Wer kann dann gerettet werden? |
| 27 | Er aber sprach: Was unmöglich ist bei den Menschen, ist möglich bei Gott. (a) Lu 19:8 9 |
| 28 | PETRUS aber sagte: Siehe, wir haben unser Eigentum verlassen und sind dir nachgefolgt. |
| 29 | Da sprach er zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Weib oder Brüder oder Eltern oder Kinder um des Reiches Gottes willen verlassen hat, |
| 30 | der es nicht vielfältig empfangen würde in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. |
| 31 | ER nahm aber die Zwölf an seine Seite und sprach zu ihnen: Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und alles wird vollendet werden, was durch die Propheten auf den Sohn des Menschen hin geschrieben ist. |
| 32 | Denn er wird den Heiden ausgeliefert und verspottet und misshandelt und angespieen werden, (1) V. 32-33: Lu 9:22 44 |
| 33 | und sie werden ihn geisseln und töten, und am dritten Tage wird er auferstehen. |
| 34 | Und sie erfassten nichts von diesen Dingen, und dieses Wort war vor ihnen verborgen, und sie begriffen das Gesagte nicht. (a) Mr 9:32; Lu 24:45 |
| 35 | ES begab sich aber, als er sich Jericho näherte, da sass ein Blinder am Weg und bettelte. |
| 36 | Und als dieser das Volk vorüberziehen hörte, erkundigte er sich, was das sei. |
| 37 | Da teilten sie ihm mit, Jesus der Nazoräer gehe vorüber. |
| 38 | Und er rief: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! |
| 39 | Und die Voranziehenden bedrohten ihn, er solle schweigen; er schrie jedoch noch viel mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner! |
| 40 | Da blieb Jesus stehen und befahl, man solle ihn zu ihm führen. Als er aber nahe herangekommen war, fragte er ihn: |
| 41 | Was willst du, dass ich dir tun soll? Er antwortete: Herr, dass ich wieder sehen kann. |
| 42 | Und Jesus sprach zu ihm: Werde wieder sehend! Dein Glaube hat dich gerettet. (a) Lu 7:50; 17:19 |
| 43 | Und sofort wurde er wieder sehend, und er folgte ihm nach und pries Gott. Und alles Volk, das zusah, gab Gott die Ehre. (a) Lu 7:16; 17:15; 19:37 |