Matthew 15
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | DA kommen zu Jesus von Jerusalem her Pharisäer und Schriftgelehrte und sagen: |
| 2 | Warum übertreten deine Jünger die Überlieferung der Alten? Denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Speise zu sich nehmen. (a) Lu 11:38 |
| 3 | Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet hinwiederum ihr das Gebot Gottes eurer Überlieferung wegen? |
| 4 | Denn Gott hat geboten: "Ehre deinen Vater und deine Mutter!" und: "Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben." (a) 2Mo 20:12; 21:17; 5Mo 5:16; Spr 23:22 |
| 5 | Ihr aber sagt: Wer zu Vater oder Mutter spricht: Was dir von mir zugute kommen könnte, soll (vielmehr) eine Opfergabe (an den Tempel) sein - |
| 6 | der braucht seinen Vater und seine Mutter nicht zu ehren; und so habt ihr das Wort Gottes eurer Überlieferung wegen ungültig gemacht. |
| 7 | Ihr Heuchler, trefflich hat über euch Jesaja geweissagt: |
| 8 | "Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit weg von mir. (a) Jes 29:13 |
| 9 | Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie Lehren vortragen, welche Gebote von Menschen sind." (a) Kol 2:22; Tit 1:14 |
| 10 | UND er rief das Volk herbei und sprach zu ihnen: Höret zu und verstehet! |
| 11 | Nicht was in den Mund hineinkommt, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Mund herauskommt, das verunreinigt den Menschen. (a) Apg 10:15; Rö 14:14; 1Ti 4:4; Jak 3:6 |
| 12 | Da traten die Jünger herzu und sagten zu ihm: Weisst du, dass die Pharisäer Anstoss genommen haben, als sie das Wort hörten? |
| 13 | Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, die nicht mein himmlischer Vater gepflanzt hat, wird ausgerissen werden. (a) Joh 15:2; Apg 5:38 |
| 14 | Lasset sie; sie sind blinde Führer von Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden führt, werden beide in eine Grube fallen. (a) Mt 23:16 24; Lu 6:39; Rö 2:19 |
| 15 | Da antwortete Petrus und sagte zu ihm: Erkläre uns das Gleichnis! |
| 16 | Er aber sprach: Seid auch ihr noch unverständig? |
| 17 | Merkt ihr nicht, dass alles, was in den Mund hineinkommt, in den Bauch gelangt und an seinen Ort ausgeschieden wird? |
| 18 | Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen hervor, und das verunreinigt den Menschen. |
| 19 | Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. (a) 1Mo 6:5; Rö 7:18 |
| 20 | Das ist es, was den Menschen verunreinigt; aber essen mit ungewaschenen Händen verunreinigt den Menschen nicht. |
| 21 | UND Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegend von Tyrus und Sidon zurück. |
| 22 | Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus jenem Gebiet her und schrie laut: Erbarme dich meiner, Herr, du Sohn Davids! meine Tochter wird von einem Dämon schwer geplagt. |
| 23 | Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn: Fertige sie ab, denn sie schreit uns nach! |
| 24 | Doch er antwortete und sprach: Ich bin nur zu den verlornen Schafen des Hauses Israel gesandt. (a) Mt 10:6; Lu 4:25-27 |
| 25 | Da kam sie, warf sich vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! |
| 26 | Er aber antwortete und sprach: Es ist nicht recht, den Kindern das Brot zu nehmen und es den Hunden hinzuwerfen. |
| 27 | Sie aber sagte: Gewiss, Herr, auch die Hunde zehren ja (nur) von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. |
| 28 | Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist gross; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an. (a) Mt 8:10 13 |
| 29 | UND indem Jesus von da weiterging, kam er an den galiläischen See, und er stieg auf den Berg und setzte sich dort. (a) Mt 5:1; Mr 7:31 |
| 30 | Und es kam eine grosse Volksmenge zu ihm, die hatten Lahme, Krüppel, Blinde, Stumme und viele andre bei sich und legten sie zu seinen Füssen nieder. Und er heilte sie, |
| 31 | sodass das Volk sich wunderte, da es sah, dass Stumme redeten, Krüppel gesund waren und Lahme gingen und Blinde sahen; und sie priesen den Gott Israels. |
| 32 | JESUS aber rief seine Jünger zu sich und sprach: Mich jammert das Volk, denn sie verharren schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht nüchtern entlassen, damit sie nicht unterwegs erliegen. (a) Mt 14:14 |
| 33 | Und die Jünger sagen zu ihm: Woher sollen wir in der Wüste so viele Brote nehmen, um so viel Volk zu sättigen? |
| 34 | Und Jesus sagt zu ihnen: Wieviel Brote habt ihr? Sie aber sagten: Sieben und ein paar kleine Fische. |
| 35 | Da hiess er das Volk sich auf die Erde lagern, |
| 36 | nahm die sieben Brote und die Fische, sprach das Dankgebet darüber, brach sie und gab sie den Jüngern, die Jünger aber (gaben sie) der Volksmenge. |
| 37 | Und alle assen und wurden satt. Und sie hoben auf, was an Brocken übrigblieb, sieben Handkörbe voll. |
| 38 | Die aber gegessen hatten, waren viertausend Männer, ohne die Frauen und Kinder. |
| 39 | Und nachdem er die Volksmenge entlassen hatte, stieg er ins Schiff und kam in das Gebiet von Magdala. (1) andre, sehr nahmhafte alte Textzeugen haben: "von Magadan", das sonst nicht bekannt ist. |