Matthew 22
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | UND Jesus begann und redete wieder zu ihnen in Gleichnissen und sprach: |
| 2 | Das Reich der Himmel ist gleich einem König, der seinem Sohn die Hochzeitsfeier rüstete. |
| 3 | Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen, und sie wollten nicht kommen. |
| 4 | Wiederum sandte er andre Knechte aus und sprach: Saget den Geladenen: Siehe, ich habe meine Mahlzeit bereitet, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet und alles ist bereit; kommet zur Hochzeit! |
| 5 | Sie jedoch achteten nicht darauf, sondern gingen hinweg, der eine auf seinen Acker, der andre an sein Geschäft, |
| 6 | die übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten sie und töteten sie. (a) Mt 23:37 |
| 7 | Da wurde der König zornig und sandte seine Heere aus, liess jene Mörder umbringen und ihre Stadt anzünden. (a) Mt 24:2 |
| 8 | Dann sagte er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren unwürdig. (a) Apg 13:46 |
| 9 | Darum gehet an die Kreuzungen der Strassen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet! |
| 10 | Und jene Knechte gingen hinaus auf die Strassen und brachten alle zusammen, die sie fanden, Böse und Gute, und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen. |
| 11 | Als aber der König hineinging, um sich die Gäste zu betrachten, sah er dort einen Menschen, der nicht mit einem Hochzeitskleid angetan war. (a) Eph 4:24 |
| 12 | Und er sagte zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen ohne ein Hochzeitskleid? Der aber verstummte. |
| 13 | Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füsse und werfet ihn hinaus in die Finsternis, die draussen ist! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. (a) Mt 8:12; Ps 112:10 |
| 14 | Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt. |
| 15 | DARAUF gingen die Pharisäer hin und beratschlagten, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten. (a) Joh 8:6 |
| 16 | Und sie sandten ihre Jünger mit den Anhängern des Herodes zu ihm, und diese sagten: Meister, wir wissen, dass du wahrhaft bist und den Weg Gottes nach der Wahrheit lehrst und auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an. (a) Mr 3:6; Joh 3:2 |
| 17 | Sage uns nun: Was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht? |
| 18 | Da aber Jesus ihre Bosheit merkte, sprach er: Was versucht ihr mich, ihr Heuchler? |
| 19 | Zeiget mir die Steuermünze! Da brachten sie ihm einen Denar. |
| 20 | Und er sagt zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift? |
| 21 | Sie antworteten: Des Kaisers. Da sagt er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist (a) Lu 23:2; Rö 13:7 |
| 22 | Und als sie es hörten, verwunderten sie sich, und sie verliessen ihn und gingen hinweg. |
| 23 | AN jenem Tage kamen Sadduzäer zu ihm, welche sagen, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn: (a) Apg 23:6 8 |
| 24 | Meister, Mose hat gesagt: "Wenn jemand ohne Kinder stirbt, soll sein Bruder dessen Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen schaffen." (a) 5Mo 25:5; 1Mo 38:8 |
| 25 | Es waren aber bei uns sieben Brüder. Und der erste starb, nachdem er geheiratet hatte, und weil er keine Nachkommen hatte, hinterliess er seine Frau seinem Bruder. |
| 26 | Ebenso auch der zweite und der dritte bis zum siebenten. |
| 27 | Zuletzt aber von allen starb die Frau. |
| 28 | Welchem nun von den sieben wird sie in der Auferstehung als Frau angehören? Sie haben sie ja alle gehabt. |
| 29 | Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Ihr irrt, indem ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes. |
| 30 | Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht und werden nicht verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. |
| 31 | Was aber die Auferstehung der Toten betrifft, habt ihr nicht gelesen, was euch von Gott gesagt ist, welcher spricht: |
| 32 | "Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs"? Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebendigen. (a) 2Mo 3:6 |
| 33 | Und als die Volksmenge es hörte, erstaunte sie über seine Lehre. (a) Mt 7:28 |
| 34 | ALS aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern den Mund gestopft hatte, versammelten sie sich (alle) an demselben Ort; |
| 35 | und einer von ihnen, ein Gesetzeskundiger, fragte ihn, um ihn zu versuchen: |
| 36 | Meister, welches ist das grösste Gebot im Gesetz? |
| 37 | Er aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken." (a) 5Mo 6:5; 10:12 |
| 38 | Dies ist das grösste und erste Gebot. |
| 39 | Das zweite ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (a) 3Mo 19:18; Rö 13:9 |
| 40 | An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (a) Rö 13:10 |
| 41 | ALS aber die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus: |
| 42 | Was dünkt euch vom Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagen zu ihm: Des David. |
| 43 | Er sagt zu ihnen: Wie kann ihn dann David durch den Geist "Herr" nennen, indem er sagt: |
| 44 | "Der Herr sprach zu meinem Herrn: / Setze dich zu meiner Rechten, / bis ich hinlege deine Feinde / unter deine Füsse"? (a) Mt 26:64; Ps 110:1; Apg 2:34; Heb 1:13 |
| 45 | Wenn nun David ihn "Herr" nennt, wie kann er (dann) sein Sohn sein? |
| 46 | Und niemand konnte ihm ein Wort antworten; auch wagte es von jenem Tag an niemand mehr, ihn zu fragen. (a) Mr 12:34; Lu 20:40 |