Matthew 27
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester und die Altesten des Volks einen Rat fiber Jesum, daß sie ihn toteten. |
| 2 | Und banden ihn, fuhreten ihn hin und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus. |
| 3 | Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, daß er verdammt war zum Tode, gereuete es ihn und brachte herwieder die dreilüg Silberlinge den Hohenpriestern und den Altesten |
| 4 | und sprach: Ich habe fibel getan, daß ich unschuldig Blut verraten habe. |
| 5 | Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhangte sich selbst. |
| 6 | Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld. |
| 7 | Sie hielten aber einen Rat und kauften einen Topfersacker darum zum Begrabnis der Pilger. |
| 8 | Daher ist derselbige Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen Tag. |
| 9 | Da ist erfullet, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er spricht: Sie haben genommen dreilüg Silberlinge, damit bezahletward der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel, |
| 10 | und haben sie gegeben urn einen Topfersacker, als mir der Herr befohlen hat. |
| 11 | Jesus aber stund vor dem Landpfleger. Und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der Juden Konig? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es. |
| 12 | Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und Altesten, antwortete er nichts. |
| 13 | Da sprach Pilatus zu ihm: Horest du nicht, wie hart sie dich verklagen? |
| 14 | Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. |
| 15 | Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten. |
| 16 | Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hiefi Barabbas. |
| 17 | Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr, dafi ich euch losgebe, Barabbas Oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei Christus? |
| 18 | Denn erwulltewohl, daßsie ihn aus Neid uberantwortet hatten. |
| 19 | Und da er auf dem Richterstuhl sali, schickte sein Weib zu ihm und lieli ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. |
| 20 | Aber die Hohenpriester und die Altesten uberredeten das Volk, dafi sie urn Barabbas bitten sollten und Jesum umbrachten. |
| 21 | Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich euch soil losgeben? Sie sprachen: Barabbas. |
| 22 | Pilatus sprach zu ihnen: Was soil ich denn machen mit Jesu, von dem gesagt wird, er sei Christus? Sie sprachen alle: Laß, ihn kreuzigen! |
| 23 | Der Landpfleger sagte: Was hat er denn Ubels getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Laß ihn kreuzigen! |
| 24 | Da aber Pilatus sah, daß, er nichts schaffete, sondern daß ein viel großer Getummel ward, nahm er Wasser und wusch die Hande vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihrzu! |
| 25 | Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme uber uns und uber unsere Kinder! |
| 26 | Da gab er ihnen Barabbas los; aber Jesum ließ er geißeln und uberantwortete ihn, daß er gekreuziget wurde. |
| 27 | Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesum zu sich in das Richthaus und sammelten uber ihn die ganze Schar. |
| 28 | Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an |
| 29 | und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrußet seiest du, der Juden Konig! |
| 30 | Und speieten ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt. |
| 31 | Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine Kleider an und führeten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. |
| 32 | Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trug. |
| 33 | Und da sie an die Statte kamen mit Namen Golgatha, das ist verdeutschet Schadelstatte, |
| 34 | gaben sie ihm Essig zu trinken, mit Galle vermischt; und da el's schmeckte, wollte er nicht trinken. |
| 35 | Da sie ihn aber gekreuziget hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, auf daß erfullet wurde, was gesagt ist durch den Propheten: Sie haben meine Kleider unter sich geteilet und uber mein Gewand haben sie das Los geworfen. |
| 36 | Und sie saßen allda und huteten sein. |
| 37 | Und oben zu seinen Haupten hefteten sie die Ursache seines Todes beschrieben, namlich: Dies ist Jesus, der Juden Konig. |
| 38 | Und da wurden zwei Morder mit ihm gekreuziget, einer zur Rechten und einer zur Linken. |
| 39 | Die aber vorubergingen, lasterten ihn und schuttelten ihre Kopfe |
| 40 | und sprachen: Der du den Tempel Gottes zerbrichst und bauest ihn in dreien Tagen, hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuz. |
| 41 | Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein samt den Schriftgelehrten und Altesten und sprachen: |
| 42 | Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der Konig Israels, so steige er nun vom Kreuz, so wollen wir ihm glauben. |
| 43 | Er hat Gott vertraut, der erlose ihn nun, lustet’s ihn; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. |
| 44 | Desgleichen schmaheten ihn auch die Morder, die mit ihm gekreuziget waren. |
| 45 | Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis uber das ganze Land bis zu der neunten Stunde. |
| 46 | Und urn die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? |
| 47 | Etliche aber, die da stunden, da sie das horeten, sprachen sie: Der ruft den Elia. |
| 48 | Und bald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und füllete ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und trankte ihn. |
| 49 | Die andern aber sprachen: Halt, laß sehen, ob Elia komme und ihm helfe! |
| 50 | Aber Jesus schrie abermal laut und verschied. |
| 51 | Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stucke, von oben an bis unten aus. |
| 52 | Und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen, und die Graber taten sich auf, und stunden auf viel Leiber der Heiligen, die da schliefen, |
| 53 | und gingen aus den Grabern nach seiner Auferstehung und kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen. |
| 54 | Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahreten Jesum, da sie sahen das Erdbeben und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen! |
| 55 | Und es waren viel Weiber da, die von feme zusahen, die da Jesu waren nachgefolget aus Galilaa und hatten ihm gedienet, |
| 56 | unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, und die Mutter der Kinder des Zebedaus. |
| 57 | Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hieli Joseph, welcher auch ein Junger Jesu war. |
| 58 | Der ging zu Pilatus und bat ihn urn den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben. |
| 59 | Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand. |
| 60 | Und legte ihn in sein eigen neu Grab, welches er hatte lassen in einen Felsen hauen, und walzte einen graven Stein vor die Tur des Grabes und ging davon. |
| 61 | Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten sich gegen das Grab. |
| 62 | Des andern Tages, der da folgt nach dem Rusttag, kamen die Hohenpriester und Pharisaer samtlich zu Pilatus |
| 63 | und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verfuhrer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. |
| 64 | Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Junger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug arger denn der erste. |
| 65 | Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hitter; gehet hin und verwahret, wie ihr wisset. |
| 66 | Sie gingen hin und verwahreten das Grab mit Hutern und versiegelten den Stein. |