Matthew 9
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Da trat er in das Schiff und fuhr wieder heruber und kam in seine Stadt. |
| 2 | Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbruchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sunden sind dir vergeben. |
| 3 | Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lasted Gott. |
| 4 | Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren Herzen? |
| 5 | Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sunden vergeben, Oder zu sagen: Stehe auf und wandele? |
| 6 | Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sunden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbruchigen: Stehe auf, heb' dein Bett auf und gehe heim! |
| 7 | Und er stund auf und ging heim. |
| 8 | Da das Volk das sah, verwunderte es sich und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. |
| 9 | Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieli Matthaus, und sprach zu ihm: Folge mir! Und er stund auf und folgete ihm. |
| 10 | Und es begab sich, da erzu Tische saß, im Hause, siehe, da kamen viel Zollner und Sunder und saüen zu Tische mit Jesu und seinen Jungern. |
| 11 | Da das die Pharisaer sahen, sprachen sie zu seinen Jungern: Warum isset euer Meister mit den Zdllnern und Sundern? |
| 12 | Da das Jesus horete, sprach er zu ihnen: Die Starken bedurfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. |
| 13 | Gehet aber hin und lemet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Ich bin kommen, die Sunder zur Bulie zu rufen und nicht die Frommen. |
| 14 | Indes kamen die Junger Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisaer so viel, und deine Junger fasten nicht? |
| 15 | Jesus sprach zu ihnen: Wie konnen die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Brautigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, dafi der Brautigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten. |
| 16 | Niemand flicktein alt Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reifiet doch wieder vom Kleid, und der Riß wird arger. |
| 17 | Man fasset auch nicht Most in aite Schlauche; anders die Schlauche zerreilien, und der Most wird verschuttet, und die Schlauche kommen urn. Sondern man fasset Most in neue Schlauche, so werden sie beide miteinander behalten. |
| 18 | Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. |
| 19 | Und Jesus stund auf und folgete ihm nach und seine Junger. |
| 20 | Und siehe, ein Weib, das zwolf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und ruhrete seines Kleides Saum an. |
| 21 | Denn sie sprach bei sich selbst: Mocht' ich nur sein Kleid anruhren, so würde ich gesund. |
| 22 | Da wandte sich Jesus urn und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. |
| 23 | Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, |
| 24 | sprach erzu ihnen: Weichet! denn das Magdlein ist nicht tot, sondern es schlaft. Und sie verlachten ihn. |
| 25 | Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stund das Magdlein auf. |
| 26 | Und dies Gerucht erscholl in dasselbige ganze Land. |
| 27 | Und da Jesus von dannen furbafi ging, folgeten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser! |
| 28 | Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubet ihr, daß ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja. |
| 29 | Da ruhrete er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben. |
| 30 | Und ihre Augen wurden geoffnet. Und Jesus bedrauete sie und sprach: Sehet zu, daß es niemand erfahre! |
| 31 | Aber sie gingen aus und machten ihn ruchbar im selbigen ganzen Lande. |
| 32 | Da nun diese waren hinauskommen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der war stumm und besessen. |
| 33 | Und da der Teufel war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden. |
| 34 | Aber die Pharisaer sprachen: Er treibt die Teufel aus durch der Teufel Obersten. |
| 35 | Und Jesus ging umher in alle Stadte und Markte, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke. |
| 36 | Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselbigen; denn sie waren verschmachtet und zerstreuet wie die Schafe, die keinen Hirten haben. |
| 37 | Da sprach erzu seinen Jungern: Die Ernte ist grofi; aber wenig sind der Arbeiter. |
| 38 | Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende! |