Nahum 3
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| v | Zurcher1931 |
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| 1 | WEHE über die Blutstadt, ganz voll Lug und Gewalttat, wo des Raubens kein Ende! (a) Hes 24:9 |
| 2 | Horch, Geisselklatschen und Rädergerassel! Horch, jagende Rosse, schnellende Wagen, |
| 3 | bäumende Reiter! flammende Schwerter und blitzende Speere! Erschlagne in Haufen und Tote die Menge! Der Leichen kein Ende; man strauchelt über die Leiber. |
| 4 | (Und all das) wegen der vielen Buhlereien der Buhlerin, der anmutigen Zauberin, die Völker berauschte mit ihrem Buhlen, Nationen mit ihrer Zauberkunst! |
| 5 | Siehe, ich will an dich, spricht der Herr der Heerscharen; ich hebe dir die Schleppe hoch bis über das Gesicht und lasse Völker deine Blösse sehen und Königreiche deine Schande. (a) Jer 13:26 |
| 6 | Ich werfe Unrat über dich, entehre dich und stelle dich zur Schau. |
| 7 | Und jeder, der dich sieht, wird sich scheu von dir wenden und wird sprechen: "Zerstört ist Ninive! Wer wird um sie klagen? wo suche ich Tröster für sie?" |
| 8 | Bist du besser als No-Amon, das an den Strömen lag, rings von Wasser umgeben, dessen Bollwerk ein Meer und dessen Mauer Wasser war? (a) Jer 46:25; Hes 31:4 |
| 9 | Äthiopien war seine Stärke und das endlose Ägypten, Put und die Libyer waren seine Helfer. (a) Hes 30:5 6 |
| 10 | Doch auch es musste in die Verbannung, musste wandern in die Gefangenschaft. Auch seine Kinder wurden zerschmettert an den Ecken aller Strassen; über seine Edlen warf man das Los, und all seine Grossen wurden in Ketten geschlagen. |
| 11 | Auch du musst den Taumelbecher leeren, wirst umnachtet sein; auch du wirst Zuflucht vor dem Feinde suchen. (a) Jes 51:17; Jer 25:15 |
| 12 | Alle deine Bollwerke sind wie Feigenbäume mit frühreifen Feigen; wenn sie geschüttelt werden, fallen sie dem Esser in den Mund. |
| 13 | Ja, die Krieger in deiner Mitte sind Weiber, Feuer hat deine Riegel gefressen; weit geöffnet sind deinen Feinden die Tore deines Landes. |
| 14 | Schöpfe dir Wasser für die Belagerung, mache stark deine Bollwerke! Tritt den Lehm und stampfe den Ton, greife zur Ziegelform! |
| 15 | Dort wird das Feuer dich fressen, das Schwert dich vertilgen. Ob du zahlreich bist wie die Grashüpfer, ob du zahlreich bist wie die Heuschrecken, |
| 16 | ob deiner Krämer mehr sind als der Sterne am Himmel - die Grashüpfer häuten sich und fliegen davon. |
| 17 | Deine Amtleute sind wie die Heuschrecken, und deine Schreiber wie die Heupferde, die sich, wenn es kalt ist, an den Mauern lagern; geht aber die Sonne auf, so fliehen sie, und niemand weiss, wo sie sind. |
| 18 | Geschlafen haben deine Hirten, König von Assur, geschlummert deine Edlen; dein Volk ist zerstreut auf den Bergen, und niemand ist, der sie sammelt. |
| 19 | Keine Heilung gibt es für deinen Schaden, tödlich ist deine Wunde. Alle, die von dir hören, klatschen über dich in die Hände; denn über wen ist nicht deine Bosheit ergangen ohne Unterlass? |