Proverbs 27
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Rühme dich nicht des morgenden Tages; denn du weiftest nicht, was heute sich begeben mag. |
| 2 | Laft dich einen andern loben und nicht deinen Mund, einen Fremden und nicht deine eigenen Lippen. |
| 3 | Stein ist schwer und Sand ist Last; aber des Narren Zorn ist schwerer denn die beiden. |
| 4 | Zorn ist ein wutig Ding, und Grimm ist ungestum; und wer kann vor dem Neid bestehen? |
| 5 | Offentliche Strafe ist besser denn heimliche Liebe. |
| 6 | Die Schlage des Liebhabers meinen's recht gut; aber das Kussen des Hassers ist ein Gewasch. |
| 7 | Eine voile Seele zertritt wohl Honigseim; aber einer hungrigen Seele ist alles Bittre suft. |
| 8 | Wie ein Vogel ist, der aus seinem Nest weicht, also ist, der von seiner Statte weicht. |
| 9 | Das Herz freuet sich der Salbe und Rauchwerk; aber ein Freund ist lieblich urn Rats willen der Seele. |
| 10 | Deinen Freund und deines Vaters Freund verlaft nicht. Und gehe nicht ins Haus deines Bruders, wenn dir's ubel gehet; denn ein Nachbar ist besser in der Nahe weder ein Bruder in der Feme. |
| 11 | Sei weise, mein Sohn, so freuet sich mein Herz, so will ich antworten dem, der mich schmahet. |
| 12 | Ein Witziger siehet das Ungluck und verbirgt sich; aber die Albernen gehen durch und leiden Schaden. |
| 13 | Nimm dem sein Kleid der fur einen andern Burge wird, und pfande ihn urn der Fremden willen. |
| 14 | Werseinen Nachsten mit lauter Stimme segnet und fruh aufstehet, das wird ihm fur einen Fluch geredet. |
| 15 | Ein zankisch Weib und stetiges Triefen, wenn's sehr regnet, werden wohl miteinander verglichen. |
| 16 | Wer sie aufhalt, der halt den Wind und will das 01 mit der Hand fassen. |
| 17 | Ein Messer wetzt das andere und ein Mann den andern. |
| 18 | Werseinen Feigenbaum bewahret, derisset Fruchte davon; und wer seinen Herrn bewahret, wird geehret. |
| 19 | Wie der Schemen im Wasser ist gegen das Angesicht, also ist eines Menschen Herz gegen den andern. |
| 20 | Holle und Verderbnis werden nimmer voll, und der Menschen Augen sind auch unsattig. |
| 21 | Ein Mann wird durch den Mund des Lobers bewahret wie das Silber im Tiegel und das Gold im Ofen. |
| 22 | Wenn du den Narren im Morser zerstieftest mit dem Stampfel wie Grutze, so ließe doch seine Narrheit nicht von ihm. |
| 23 | Auf deine Schafe hab acht und nimm dich deiner Herde an; |
| 24 | denn Gut wahret nicht ewiglich, und die Krone wahret nicht fur und fur. |
| 25 | Das Heu ist aufgegangen und ist da das Gras, und wird Kraut auf den Bergen gesammelt. |
| 26 | Die Lammer kleiden dich, und die Bocke geben dir das Ackergeld. |
| 27 | Du hast Ziegenmilch genug zur Speise deines Hauses und zur Nahrung deiner Dirnen. |