Proverbs 5
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Mein Kind, merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre, |
| 2 | daß du behaltest guten Rat und dein Mund wisse Unterschied zu haben. |
| 3 | Denn die Lippen der Hure sind süß wie Honigseim, und ihre Kehle ist glatter denn 01, |
| 4 | aber hernach bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidig Schwert. |
| 5 | Ihre Füße laufen zum Tod hinunter, ihre Gange erlangen die Holle. |
| 6 | Sie gehet nicht stracks auf dem Wege des Lebens; unstet sind ihre Tritte, daß sie nicht weiß, wo sie gehet. |
| 7 | So gehorchet mir nun, meine Kinder, und weichet nicht von der Rede meines Mundes! |
| 8 | Laß deine Wege feme von ihr sein und nahe nicht zur Tur ihres Hauses, |
| 9 | daß du nicht den Fremden gebest deine Ehre und deine Jahre dem Grausamen, |
| 10 | daß sich nicht Fremde von deinem Vermogen sattigen, und deine Arbeit nicht sei in eines andern Haus, |
| 11 | und mussest hernach seufzen, wenn du dein Leib und Gut verzehret hast, |
| 12 | und sprechen: Ach, wie habe ich die Zucht gehasset, und mein Herz die Strafe verschmahet, |
| 13 | und habe nicht gehorchet der Stimme meiner Lehrer und mein Ohr nicht geneigt zu denen, die mich lehreten! |
| 14 | Ich bin schier in all Ungluck kommen vor alien Leuten und allem Volk. |
| 15 | Trinke Wasser aus deiner Grube und Flusse aus deinem Brunnen. |
| 16 | La(3> deine Brunnen herausfließen und die Wasserbache auf die Gassen. |
| 17 | Habe du aber sie alleine und kein Fremder mit dir. |
| 18 | Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend! |
| 19 | Sie ist lieblich wie eine Hindin und holdselig wie ein Reh. Laß dich ihre Liebe allezeit sattigen, und ergotze dich allewege in ihrer Liebe. |
| 20 | Mein Kind, warum willst du dich an der Fremden ergotzen und herzest dich mit einer andern? |
| 21 | Denn jedermanns Wege sind stracks vor dem HERRN, und er misset gleich alle ihre Gange. |
| 22 | Die Missetat des Gottlosen wird ihn fahen, und er wird mit dem Strick seiner Sunde gehalten werden. |
| 23 | Er wird sterben, dati er sich nicht will ziehen lassen, und urn seiner großen Torheit willen wird's ihm nicht wohlgehen. |
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