Proverbs 6
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Mein Kind, wirst du Burge fur deinen Nachsten und hast deine Hand bei einem Fremden verhaftet, |
| 2 | so bist du verknupft mit der Rede deines Mundes und gefangen mit den Reden deines Mundes. |
| 3 | So tu doch, mein Kind, also und errette dich; denn du bist deinem Nachsten in die Hande kommen; eile, drange und treibe deinen Nachsten! |
| 4 | Laß deine Augen nicht schlafen noch deine Augenlider schlummern! |
| 5 | Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie ein Vogel aus der Hand des Voglers. |
| 6 | Gehe hin zur Ameise, du Fauler, siehe ihre Weise an und lerne! |
| 7 | Ob sie wohl keinen Fursten noch Hauptmann noch Herrn hat, |
| 8 | bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammeit ihre Speise in der Ernte. |
| 9 | Wie lange, liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? |
| 10 | Ja, schlaf noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hande ineinanderein wenig, daß du schlafest, |
| 11 | so wird dich die Armut ubereilen wie ein Fußganger und der Mangel wie ein gewappneter Mann. |
| 12 | Ein loser Mensch, ein schadlicher Mann, gehet mit verkehrtem Munde, |
| 13 | winket mit Augen, deutet mit Fußen, zeiget mit Fingern, |
| 14 | trachtet allezeit Boses und Verkehrtes in seinem Herzen und richtet Hader an. |
| 15 | Darum wird ihm plotzlich sein Unfall kommen und wird schnell zerbrochen werden, daß keine Hilfe da sein wird. |
| 16 | Diese sechs Stücke hasset der HERR, und am siebenten hat ereinen Greuel: |
| 17 | hohe Augen, falsche Zungen, Hande, die unschuldig Blutvergießen; |
| 18 | Herz, das mit bosen Tucken umgehet; Fuße, die behende sind, Schaden zu tun; |
| 19 | falscher Zeuge, derfrech Lugen redet, und der Hader zwischen Brudern anrichtet. |
| 20 | Mein Kind, bewahre die Gebote deines Vaters und laß nicht fahren das Gesetz deiner Mutter! |
| 21 | Binde sie zusammen auf dein Herz allewege und hange sie an deinen Hals: |
| 22 | wenn du gehest, daß sie dich geleiten; wenn du dich legest, daß sie dich bewahren; wenn du aufwachest, dafi sie dein Gesprach seien. |
| 23 | Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein Licht; und die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens, |
| 24 | auf daß du bewahret werdest vor dem bosen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden. |
| 25 | Lafi dich ihre Schone nicht gelusten in deinem Herzen und verfahe dich nicht an ihren Augenlidern. |
| 26 | Denn eine Hure bringet einen urns Brot; aber ein Eheweib fahet das edle Leben. |
| 27 | Kann auch jemand ein Feuer im Busen behalten, daß seine Kleider nicht brennen? |
| 28 | Wie sollte jemand auf Kohlen gehen, daß seine Fuße nicht verbrannt wurden? |
| 29 | Also gehet es, wer zu seines Nachsten Weib gehet; es bleibt keiner ungestraft, der sie beruhret. |
| 30 | Es ist einem Diebe nicht so große Schmach, ob er stiehlt, seine Seele zu sattigen, weil ihn hungert. |
| 31 | Und ob er begriffen wird, gibt er's siebenfaltig wieder und legt dar alles Gut in seinem Hause. |
| 32 | Aber der mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr, der bringet sein Leben ins Verderben. |
| 33 | Dazu trifft ihn Plage und Schande, und seine Schande wird nicht ausgetilget. |
| 34 | Denn der Grimm des Mannes eifert und schonet nicht zur Zeit der Rache |
| 35 | und siehet keine Person an, die da versohne, und nimmt's nicht an, ob du viel schenken wolltest. |
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