Proverbs 7
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Mein Kind, behalte meine Rede und verbirg meine Gebote bei dir! |
| 2 | Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel. |
| 3 | Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens! |
| 4 | Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit deine Freundin, |
| 5 | daß du behutet werdest vor dem fremden Weibe, vor einer andern, die glatte Worte gibt. |
| 6 | Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter und sah unter den Albernen |
| 7 | und ward gewahr unter den Kindern eines narrischen Junglings, |
| 8 | der ging auf der Gasse an einer Ecke und trat daher auf dem Wege an ihrem Hause, |
| 9 | in der Dammerung, am Abend des Tages, da es Nacht ward und dunkel war. |
| 10 | Und siehe, da begegnete ihm ein Weib im Hurenschmuck, listig, |
| 11 | wild und unbandig, daß ihre Fuße in ihrem Hause nicht bleiben konnen. |
| 12 | Jetzt ist sie draulien, jetzt auf der Gasse und lauert an alien Ecken. |
| 13 | Und erwischte ihn und kussete ihn unverschamt und sprach zu ihm: |
| 14 | Ich habe Dankopfer fur mich heute bezahlet, fur meine Geiubde. |
| 15 | Darum bin ich herausgegangen, dirzu begegnen, dein Angesicht fruhe zu suchen, und habe dich funden. |
| 16 | Ich habe mein Bett schon geschmückt mit bunten Teppichen aus Agypten. |
| 17 | Ich habe mein Lager mit Myrrhen, Aloes und Zinnamen besprengt. |
| 18 | Komm, lali uns genug buhlen bis an den Morgen und lali uns der Liebe pflegen; |
| 19 | denn der Mann ist nicht daheim, er isteinen fernen Weg gezogen; |
| 20 | er hat den Geldsack mit sich genommen; er wird erst aufs Fest wieder heimkommen. |
| 21 | Sie uberredete ihn mit vielen Worten und gewann ihn ein mit ihrem glatten Munde. |
| 22 | Er folgte ihr bald nach; wie ein Ochs zur Fleischbank gefuhrt wird, und wie zur Fessel, da man die Narren zuchtiget, |
| 23 | bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spaltete, wie ein Vogel zum Strick eilet und weili nicht, daß ihm das Leben gilt. |
| 24 | So gehorchet mir nun, meine Kinder, und merket auf die Rede meines Mundes. |
| 25 | Lali dein Herz nicht weichen auf ihren Weg und lali dich nicht verführen auf ihre Bahn! |
| 26 | Denn sie hat viele verwundet und gefallet, und sind allerlei Machtige von ihr erwurget. |
| 27 | Ihr Haus sind Wege zur Holle, da man hinunterfahrt in des Todes Kammer. |