Proverbs 8
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| v | Zurcher1931 |
|---|---|
| 1 | RUFT nicht die Weisheit vernehmlich? / erhebt nicht die Einsicht ihre Stimme? / (a) Spr 1:20 |
| 2 | Oben auf den Höhen am Wege, / da wo die Pfade sich kreuzen, steht sie. / |
| 3 | Zur Seite der Tore am Ausgang der Stadt, / am Eingang der Pforten ruft sie laut: / |
| 4 | "Euch, ihr Männer, gilt meine Predigt, / an die Menschenkinder ergeht mein Ruf. / |
| 5 | O ihr Einfältigen, lernet Klugheit, / ihr Toren, nehmet Verstand an! / |
| 6 | Höret zu! Vortreffliches rede ich, / recht und gerade ist, was meine Lippen eröffnen. / |
| 7 | Ja, Wahrheit redet mein Gaumen, / und Frevel ist meinen Lippen ein Greuel. / |
| 8 | Rechtbeschaffen sind alle Worte meines Mundes; / es ist nichts Krummes, Verkehrtes darin. / |
| 9 | Klar sind sie alle für den Verständigen / und richtig für den, der Erkenntnis besitzt. / |
| 10 | Nehmt lieber Belehrung an als Silber / und Erkenntnis eher als köstliches Gold. / |
| 11 | Denn Weisheit ist wertvoller als Korallen, / und alle Kleinodien wiegen sie nicht auf. / (a) Spr 3:15; Hio 28:15 |
| 12 | Ich, die Weisheit, pflege der Klugheit, / verfüge über Erkenntnis und guten Rat. / |
| 13 | Den Herrn fürchten heisst das Böse hassen; / Hoffart und Hochmut und bösen Wandel / und trugvolle Rede hasse ich. / |
| 14 | Bei mir ist Rat und Tüchtigkeit; / mein ist Einsicht und mein auch Stärke. / |
| 15 | Durch mich herrschen die Könige / und entscheiden die Machthaber gerecht. / |
| 16 | Durch mich regieren Fürsten und Edle, / wer immer auf Erden Gewalt hat. / |
| 17 | Ich habe lieb, die mich lieben, / und die nach mir suchen, werden mich finden. / (a) Spr 2:4 5 |
| 18 | Reichtum und Ehre ist bei mir, / stattliches Gut und gerechter Lohn. / (a) Spr 3:16 |
| 19 | Meine Frucht ist besser als Gold, als gediegenes Gold, / mein Ertrag besser als köstliches Silber. / (a) Spr 3:14; 16:16 |
| 20 | Ich wandle auf dem Pfad der Gerechtigkeit, / mitten auf den Bahnen des Rechten, / |
| 21 | dass ich denen, die mich lieben, Reichtum gebe / und ihre Schatzkammern fülle. |
| 22 | Der Herr schuf mich, seines Waltens Erstling, / als Anfang seiner Werke, vorlängst. / |
| 23 | Von Ewigkeit her bin ich gebildet, / von Anbeginn, vor dem Ursprung der Welt. / |
| 24 | Noch ehe die Meere waren, ward ich geboren, / noch vor den Quellen, reich an Wasser. / |
| 25 | Bevor die Berge eingesenkt wurden, / vor den Hügeln ward ich geboren, / |
| 26 | ehe er die Erde gemacht und die Fluren / und die ersten Schollen des Erdreichs. / |
| 27 | Als er den Himmel baute, war ich dabei, / als er das Gewölbe absteckte über der Urflut, / (a) 1Mo 1:7 8 |
| 28 | als er die Wolken droben befestigte / und die Quellen der Urflut stark machte, / |
| 29 | als er dem Meer seine Schranke setzte, / dass die Wasser seinem Befehle gehorchten, / als er die Grundfesten der Erde legte, / (a) 1Mo 1:9; Hio 38:10; Ps 104:9 |
| 30 | da war ich als Liebling ihm zur Seite, / war lauter Entzücken Tag für Tag / und spielte vor ihm allezeit, / (1) and: "Werkmeister". |
| 31 | spielte auf seinem Erdenrund / und hatte mein Ergötzen an den Menschenkindern. |
| 32 | So höret denn auf mich, meine Söhne, / |
| 33 | höret auf Mahnung, dass ihr weise werdet, / und schlagt sie nicht in den Wind! / |
| 34 | Wohl dem Menschen, der auf mich hört, / wohl denen, die meine Wege einhalten, / an meinem Tore wachen Tag für Tag / und meine Türpfosten hüten! / |
| 35 | Denn wer mich findet, der findet das Leben / und er erlangt Wohlgefallen beim Herrn. / |
| 36 | Wer mich aber verfehlt, der schädigt sich selber; / alle, die mich hassen, lieben den Tod." |