Psalms 10
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| v | Luther2021 |
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| 1 | HERR, warum trittst du so feme, verbirgest dich zur Zeit der Not? |
| 2 | Weil der Gottlose Ubermut treibet, mufi der Elende leiden. Sie hangen sich aneinander und erdenken bose Tücke. |
| 3 | Denn der Gottlose ruhmet sich seines Mutwillens, und der Geizige segnet sich und lasted den HERRN. |
| 4 | Der Gottlose ist so stolz und zornig, daü er nach niemand fraget; in alien seinen Tücken halt er Gott fur nichts. |
| 5 | Er fahret fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind feme von ihm; er handelt trotzig mit alien seinen Feinden. |
| 6 | Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr daniederliegen; es wird fur und fur keine Not haben. |
| 7 | Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an. |
| 8 | Er sitzt und lauert in den Hofen; er erwurget die Unschuldigen heimlich; seine Augen halten auf die Armen. |
| 9 | Er lauert im Verborgenen, wie ein Lowe in der Hohle; er lauert, daß er den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zeucht. |
| 10 | Er zerschlagt und drucket nieder und stofit zu Boden den Armen mit Gewalt. |
| 11 | Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, erwird's nimmermehr sehen. |
| 12 | Stehe auf, HERR Gott, erhebe deine Hand; vergili der Elenden nicht! |
| 13 | Warum soil der Gottlose Gott lastern und in seinem Herzen sprechen: Du fragst nicht danach? |
| 14 | Du siehest ja, denn du schauestdas Elend und Jammer; es stehet in deinen Handen. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Heifer. |
| 15 | Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche das Bose, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden. |
| 16 | Der HERR ist Konig immer und ewiglich; die Heiden mussen aus seinem Land umkommen. |
| 17 | Das Verlangen der Elenden horestdu, HERR; ihr Herz ist gewifi, daß dein Ohr drauf merket, |
| 18 | daß du Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden. |