Psalms 35
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Ein Psalm Davids. HERR, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine Bestreiter! |
| 2 | Ergreife den Schild und Waffen und mache dich auf, mir zu helfen! |
| 3 | Zucke den Spieß und schütze mich wider meine Verfolger! Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe. |
| 4 | Es mussen sich schamen und gehohnet werden, die nach meiner Seele stehen; es mussen zurückkehren und zuschanden werden, die mir ubelwollen. |
| 5 | Sie mussen werden wie Spreu vor dem Winde, und der Engel des HERRN stolie sie weg. |
| 6 | Ihr Weg müsse finster und schlupfrig werden, und der Engel des HERRN verfolge sie. |
| 7 | Denn sie haben mir ohne Ursache gestellet ihre Netze, zu verderben, und haben ohne Ursache meiner Seele Gruben zugerichtet. |
| 8 | Er müsse unversehens uberfallen werden, und sein Netz, das er gestellet hat, müsse ihn fahen und müsse drinnen uberfallen werden. |
| 9 | Aber meine Seele müsse sich freuen des HERRN und frohlich sein auf seine Hilfe. |
| 10 | Alle meine Gebeine müssen sagen: HERR, wer ist deinesgleichen? Der du den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und Armen von seinen Raubern. |
| 11 | Es treten frevele Zeugen auf, die zeihen mich, des ich nicht schuldig bin. |
| 12 | Sie tun mir Arges urn Gutes, mich in Herzeleid zu bringen. |
| 13 | Ich aber, wenn sie krankwaren, zog einen Sack an, tat mir wehe mit Fasten und betete von Herzen stets. |
| 14 | Ich hielt mich, als ware es mein Freund und Bruder; ich ging traurig wie einer, der Leid tragt über seine Mutter. |
| 15 | Sie aber freuen sich über meinen Schaden und rotten sich; es rotten sich die Hinkenden wider mich ohne meine Schuld; sie reißen und horen nicht auf. |
| 16 | Mit denen, die da heucheln und spotten urn des Bauchs willen, beilien sie ihre Zahne zusammen über mich. |
| 17 | HERR, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Getümmel und meine Einsame von den jungen Lowen. |
| 18 | Ich will dir danken in der großen Gemeine und unter viel Volks will ich dich rühmen. |
| 19 | Laß sich nicht fiber mich freuen, die mir unbillig feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Ursache hassen. |
| 20 | Denn sie trachten, Schaden zu tun und suchen falsche Sachen wider die Stillen im Lande; |
| 21 | und sperren ihr Maul weit auf wider mich und sprechen: Da, da! das sehen wir gerne. |
| 22 | HERR, du siehest es, schweige nicht; HERR, sei nicht feme von mir! |
| 23 | Erwecke dich und wache auf zu meinem Recht und zu meiner Sache, mein Gott und HERR! |
| 24 | HERR, mein Gott, richte mich nach deiner Gerechtigkeit, daß sie sich über mich nicht freuen. |
| 25 | Laß sie nicht sagen in ihrem Herzen: Da, da! das wollten wir. Laß sie nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen. |
| 26 | Sie mussen sich schamen und zu Schanden werden, alle, die sich meines libels freuen; sie mussen mit Schande und Scham gekleidet werden, die sich wider mich rühmen. |
| 27 | Rühmen und freuen müssen sich, die mir gonnen, daß ich recht behalte, und immer sagen: Der HERR müsse hoch gelobet sein, der seinem Knechte wohl will! |
| 28 | Und meine Zunge soli reden von deiner Gerechtigkeit und dich taglich preisen. |