Psalms 44
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen, |
| 2 | Gott, wir haben mit unsern Ohren gehoret, unsere Vater haben uns erzahlet, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters. |
| 3 | Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du hast die Volker verderbet, aber sie hast du ausgebreitet. |
| 4 | Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen. |
| 5 | Gott, du bist derselbe mein Konig, der du Jakob Hilfe verheiftest. |
| 6 | Durch dich wollen wir unsere Feinde zerstoften; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns setzen. |
| 7 | Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen, |
| 8 | sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machest zuschanden, die uns hassen. |
| 9 | Wir wollen taglich rühmen von Gott und deinem Namen danken ewiglich. Sela. |
| 10 | Warum verstoftest du uns denn nun und lassest uns zuschanden werden und zeuchst nicht aus unter unserm Heer? |
| 11 | Du lassest uns fliehen vor unserm Feinde, daß uns berauben, die uns hassen. |
| 12 | Du lassest uns auffressen wie Schafe und zerstreuest uns unter die Heiden. |
| 13 | Du verkaufest dein Volk umsonst und nimmst nichts drum. |
| 14 | Du machst uns zur Schmach unsern Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, die urn uns her sind. |
| 15 | Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden, und daß die Volker das Haupt uber uns schutteln. |
| 16 | Taglich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Schande, |
| 17 | daß ich die Schander und Lasterer horen und die Feinde und Rachgierigen sehen muft. |
| 18 | Dies alles ist uber uns kommen, und haben doch dein nicht vergessen, noch untreulich in deinem Bunde gehandelt; |
| 19 | unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Gang gewichen von deinem Wege, |
| 20 | daß du uns so zerschlagest unter den Drachen und bedeckest uns mit Finsternis. |
| 21 | Wenn wir des Namens unsers Gottes vergessen hatten und unsere Hande aufgehoben zum fremden Gott, |
| 22 | das mochte Gottwohl finden; nun kenneterja unsers Herzens Grund. |
| 23 | Denn wir werden ja urn deinetwillen taglich erwürget und sind geachtet wie Schlachtschafe. |
| 24 | Erwecke dich, HERR, warum schlafst du? Wache auf und verstofte uns nicht so gar! |
| 25 | Warum verbirgest du dein Antlitz, vergissest unsers Elends und Dranges? |
| 26 | Denn unsere Seele ist gebeuget zur Erde; unser Bauch klebet am Erdboden. |
| 27 | Mache dich auf, hilf uns und erlose uns urn deiner Gutewillen! |