Psalms 49
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. |
| 2 | Horet zu, alle Volker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben, |
| 3 | beide gemein Mann und Herren, beide reich und arm miteinander. |
| 4 | Mein Mund soli von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen. |
| 5 | Wirwollen einen guten Spruch horen und ein fein Gedicht auf der Harfe spielen. |
| 6 | Warum sollt ich mich furchten in bosen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Ubertreter umgibt? |
| 7 | Die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren grolien Reichtum. |
| 8 | Kann doch ein Bruder niemand erlosen noch Gott jemand versohnen; |
| 9 | denn es kostet zu viel, ihre Seele zu erlosen, daß er's muß lassen anstehen ewiglich, |
| 10 | ob er auch gleich lange lebet und die Grube nicht siehet. |
| 11 | Denn man wird sehen, daß solche Weisen doch sterben, sowohl als die Toren und Narren umkommen, und mussen ihr Gut andern lassen. |
| 12 | Das ist ihr Herz, daß ihre Hauser wahren immerdar, ihre Wohnungen bleiben fur und fur und haben große Ehre auf Erden. |
| 13 | Dennoch konnen sie nicht bleiben in solcher Wurde, sondern müssen davon wie ein Vieh. |
| 14 | Dies ihr Tun isteitel Torheit; noch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde Sela. |
| 15 | Sie liegen in der Holle wie Schafe, der Tod naget sie; aber die Frommen werden gar bald uber sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen, in der Holle mussen sie bleiben. |
| 16 | Aber Gott wird meine Seele erlosen aus der Holle Gewalt; denn er hat mich angenommen. Sela. |
| 17 | Laü dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird. |
| 18 | Denn erwird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren. |
| 19 | sondern er trostet sich dieses guten Lebens und preisetes, wenn einer nach guten Tagen trachtet. |
| 20 | So fahren sie ihren Vatern nach und sehen das Licht nimmermehr. |
| 21 | Kurz, wenn ein Mensch in der Wurde ist und hat keinen Verstand, so fahret er davon wie ein Vieh. |