Psalms 55
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen. |
| 2 | Gott, hore mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen. |
| 3 | Merke auf mich und erhore mich, wie ich so klaglich zage und heule, |
| 4 | daß der Feind so schreiet, und der Gottlose dranget; denn sie wollen mir einen Tuck beweisen und sind mirheftig gram. |
| 5 | Mein Herz angstet sich in meinem Leibe, und des Todes Furcht ist auf mich gefallen. |
| 6 | Furcht und Zittern ist mich ankommen, und Grauen hat mich uberfallen. |
| 7 | Ich sprach: 0, hatte ich Flugel wie Tauben, daß ich floge und etwa bliebe! |
| 8 | Siehe, so wollt ich mich feme weg machen und in der Wüste bleiben. Sela. |
| 9 | Ich wollt eilen, daß ich entronne vor dem Sturmwind und Wetter. |
| 10 | Mache ihre Zunge uneins, HERR, und lali sie untergehen; denn ich sehe Frevel und Hader in der Stadt. |
| 11 | Solches gehet Tag und Nacht um und um in ihren Mauern; es ist Muhe und Arbeit drinnen. |
| 12 | Schadentun regieret drinnen, Lugen und Trugen laftt nicht von ihrer Gasse. |
| 13 | Wenn mich doch mein Feind schandete, wollt ich's leiden, und wenn mir mein FHasser pochte, wollt ich mich vor ihm verbergen; |
| 14 | du aber bist mein Geselle, mein Pfleger und mein Verwandter, |
| 15 | diewirfreundlich miteinander waren unteruns; wirwandelten im Hause Gottes zu Haufen. |
| 16 | Der Tod ubereile sie, und müssen lebendig in die Holle fahren; denn es ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen. |
| 17 | Ich aber will zu Gott rufen, und der HERRwird mirhelfen. |
| 18 | Des Abends, Morgens und Mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme horen. |
| 19 | Er erloset meine Seele von denen, die an mich wollen, und schaffet ihr Ruhe; denn ihrer ist viel wider mich. |
| 20 | Gott wird horen und sie demutigen, der allwege bleibt. Sela. Denn sie werden nicht anders und furchten Gott nicht. |
| 21 | Denn sie legen ihre Hande an seine Friedsamen und entheiligen seinen Bund. |
| 22 | Ihr Mund ist glatter denn Butter und haben doch Krieg im Sinn; ihre Worte sind gelinder denn 01 und sind doch blofte Schwerter. |
| 23 | Wirf dein Anliegen aufden HERRN! Der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen. |
| 24 | Aber, Gott, du wirst sie hinunterstoften in die tiefe Grube. Die Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht zur Halfte bringen. Ich aber hoffe auf dich. |