Psalms 73
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist. |
| 2 | Ich aber hatte schier gestrauchelt mit meinen Fußen, mein Tritt hatte beinahe geglitten. |
| 3 | Denn es verdroß mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, daß es den Gottlosen so wohl ging. |
| 4 | Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast. |
| 5 | Sie sind nicht in Ungluck wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt. |
| 6 | Darum muß ihr Trotzen kostlich Ding sein, und ihr Frevel muß wohlgetan heißen. |
| 7 | Ihre Person brustet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken. |
| 8 | Sie vemichten alles und reden übel davon, und reden und lastern hoch her. |
| 9 | Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das muß gelten auf Erden. |
| 10 | Darum fallt ihnen ihr Pobel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser |
| 11 | und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Hochste ihrer achten? |
| 12 | Siehe, das sind die Gottlosen; die sind gluckselig in der Welt und werden reich. |
| 13 | Soil's denn umsonst sein, daß mein Herz unstraflich lebt und ich meine Hande in Unschuld wasche |
| 14 | und bin geplagt taglich, und meine Strafe ist alle Morgen da? |
| 15 | Ich hatte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit hatte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind. |
| 16 | Ich gedacht ihm nach, daß ich's begreifen mochte; aber es war mir zu schwer |
| 17 | bis daß ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende. |
| 18 | Aberdu setzest sie aufs Schlupfrige und sturzestsie zu Boden. |
| 19 | Wie werden sie so plotzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken. |
| 20 | Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, HERR, ihr Bild in der Stadt verschmahet. |
| 21 | Aber es tut mirwehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren, |
| 22 | daß ich muß ein Narr sein und nichts wissen und muß wie ein Tier sein vor dir. |
| 23 | Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du haltst mich bei meiner rechten Hand, |
| 24 | du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. |
| 25 | Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. |
| 26 | Wenn mirgleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. |
| 27 | Denn, siehe, die von dirweichen, werden umkommen; du bringest urn alle, die wider dich huren. |
| 28 | Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den Herm HERRN, daß ich verkundige all dein Tun. |