Psalms 73
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| v | Zurcher1931 |
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| 1 | EIN Psalm Asaphs. Lauter Güte ist Gott gegen den Frommen, / der Herr gegen die, die reines Herzens sind. / |
| 2 | Ich aber wäre beinahe gestrauchelt; / um ein Kleines, so wäre mein Fuss ausgeglitten. / |
| 3 | Denn Eifer wider die Übermütigen ergriff mich, / da ich sah, wie es den Gottlosen so wohlging: / (a) Hio 21:7; Jer 12:1 |
| 4 | sie leiden keine Qualen; / gesund und wohlgenährt ist ihr Leib. / |
| 5 | Von der Mühsal der Sterblichen sind sie frei, / sie sind nicht geplagt wie andre Menschen. / |
| 6 | Darum ist Hoffart ihr Halsgeschmeide, / Gewalttat das Gewand, das sie umhüllt. / |
| 7 | Aus der Verstockung kommt ihr Unrecht, / es überwallen die Anschläge ihres Herzens. / |
| 8 | Sie höhnen und reden in Bosheit; / Verkehrtes reden sie von oben herab. / |
| 9 | Sie erheben gegen den Himmel ihr Maul / und lassen auf Erden ihrer Zunge den Lauf. / |
| 10 | Darum wendet sich ihnen das Volk zu / und schlürft Wasser in Fülle / |
| 11 | und spricht: "Wie wüsste es Gott? / wie wäre Wissen beim Höchsten?" / (a) Ps 10:11; 94:7; Jes 29:15; Hes 8:12 |
| 12 | Siehe, so treiben es die Gottlosen! / Immer im Glück, häufen sie Reichtum. / |
| 13 | Ganz umsonst hielt ich rein mein Herz / und wusch meine Hände in Unschuld; / (a) Ps 26:6 |
| 14 | war ich doch geplagt allezeit, / und meine Züchtigung war jeden Morgen da. / |
| 15 | Wenn ich gedacht hätte: "Ich will auch so reden", / siehe, so hätte ich das Geschlecht deiner Kinder verraten. / |
| 16 | Da sann ich nach und suchte es zu verstehen - / es war eine Qual in meinen Augen -, / |
| 17 | bis ich erfasste Gottes heiliges Walten / und achthatte auf ihr Ende. / |
| 18 | Ja, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund, / du lässest sie fallen in Täuschung. / |
| 19 | Wie werden sie zum Entsetzen im Nu, / werden hingerafft, nehmen ein Ende mit Schrecken! / |
| 20 | Wie man einen Traum verachtet beim Erwachen, / wirst du, Herr, wenn du dich aufmachst, ihr Bild verachten. / |
| 21 | Als mein Herz erbittert war / und es mich stach in meinen Nieren, / |
| 22 | da war ich dumm und ohne Einsicht, / war wie ein Tier vor dir. / |
| 23 | Nun aber bleibe ich stets bei dir, / du hältst mich bei meiner rechten Hand. / |
| 24 | Du leitest mich nach deinem Ratschluss / und nimmst mich hernach in die Herrlichkeit. / (a) Ps 49:16; 1Mo 5:24; 2Kön 2:3 5 |
| 25 | Wen hätte ich im Himmel ausser dir? / Und wenn ich dich habe, so wünsche ich nichts auf Erden. / |
| 26 | Mag Leib und Sinn mir schwinden, / Gott ist ewiglich mein Fels und mein Teil. / (a) Ps 16:5 |
| 27 | Denn siehe, die dir fernbleiben, kommen um; / du vernichtest alle, die dir untreu werden. / |
| 28 | Mir aber ist es köstlich, Gott nahe zu sein; / ich setze meine Zuversicht auf Gott, den Herrn, / und verkünde alle deine Werke. |