Psalms 74
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Eine Unterweisung Assaphs. Gott, warum verstoßest du uns so gar und bist so grimmig zornig über die Schafe deiner Weide? |
| 2 | Gedenk an deine Gemeine, die du vor alters erworben und dir zum Erbteil erloset hast, an den Berg Zion, da du auf wohnest. |
| 3 | Tritt auf sie mit Fußen und stoße sie gar zu Boden. Der Feind hat alles verderbet im Heiligtum. |
| 4 | Deine Widerwartigen brullen in deinen Hausern und setzen ihre Gotzen drein. |
| 5 | Man siehet die Axte oben her blicken, wie man in einen Wald hauet, |
| 6 | und zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barten. |
| 7 | Sie verbrennen dein Heiligtum, sie entweihen die Wohnung deines Namens zu Boden. |
| 8 | Sie sprechen in ihrem Herzen: Lal Jt uns sie plundern! Sie verbrennen alle Hauser Gottes im Lande. |
| 9 | Unsere Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und kein Lehrer lehret uns mehr. |
| 10 | Ach, Gott, wie lange soil der Widerwartige schmahen und der Feind deinen Namen so gar verlastern? |
| 11 | Warum wendest du deine Hand ab und deine Rechte von deinem Schol L so gar? |
| 12 | Aber Gott ist mein Konig von alters her, der alle Hilfe tut, so auf Erden geschieht. |
| 13 | Du zertrennest das Meer durch deine Kraft und zerbrichst die Kopfe der Drachen im Wasser. |
| 14 | Du zerschlagst die Kopfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einode. |
| 15 | Du lassest quellen Brunnen und Bache; du lassest versiegen starke Strome. |
| 16 | Tag und Nacht ist dein; du machest, dafi beide Sonn und Gestirn ihren gewissen Lauf haben. |
| 17 | Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machest du. |
| 18 | So gedenke doch des, daß der Feind den HERRN schmahet, und ein toricht Volk lasted deinen Namen. |
| 19 | Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Tudeltaube und deiner elenden Tiere nicht so garvergessen. |
| 20 | Gedenk an den Bund; denn das Land ist allenthalben jammerlich verheeret, und die Hauser sind zerrissen. |
| 21 | Laß den Geringen nicht mit Schanden davongehen, denn die Armen und Elenden rühmen deinen Namen. |
| 22 | Mache dich auf, Gott, und führe aus deine Sache; gedenk an die Schmach, die dir taglich von den Toren widerfahret. |
| 23 | Vergili nicht des Geschreies deiner Feinde; das Toben deiner Widerwartigen wird je langer je grolier. |