Psalms 78
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| v | Luther2021 |
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| 1 | Eine Unterweisung Assaphs. Hore, mein Volk, mein Gesetz; neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes! |
| 2 | Ich will meinen Mund auftun zu Spruchen und alte Geschichte aussprechen, |
| 3 | die wir gehoret haben und wissen und unsere Vater uns erzahlet haben, |
| 4 | daß wir's nicht verhalten sollen ihren Kindern, die hernach kommen, und verkundigen den Ruhm des HERRN und seine Macht und Wunder, die er qetan hat. |
| 5 | Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel, das er unsern Vatern gebot, zu lehren ihre Kinder, |
| 6 | auf daß die Nachkommen lerneten und die Kinder, die noch sollten geboren werden, wenn sie aufkamen, daß sie es auch ihren Kindern verkundigten, |
| 7 | daß sie setzten auf Gott ihre Hoffnung und nicht vergalien der Taten Gottes und seine Gebote hielten, |
| 8 | und nicht wurden wie ihre Vater, eine abtrunnige und ungehorsame Art, welchen ihr Herz nicht test war, und ihr Geist nicht treulich hielt an Gott; |
| 9 | wie die Kinder Ephraim, so geharnischt den Bogen führeten, abfielen zur Zeit des Streits. |
| 10 | Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln, |
| 11 | und vergalien seiner Taten und seiner Wunder, die er ihnen erzeiget hatte. |
| 12 | Vor ihren Vatern tat er Wunder in Agyptenland, im Felde Zoan. |
| 13 | Er zerteilete das Meer und lieli sie durchhin gehen; und stellete das Wasser wie eine Mauer. |
| 14 | Er leitete sie des Tages miteiner Wolke und des Nachts mit einem hellen Feuer. |
| 15 | Er rili die Felsen in der Wuste und trankete sie mit Wasser die Fulle; |
| 16 | und lieli Bache aus dem Felsen flielien, daß sie hinabflossen wie Wasserstrome. |
| 17 | Noch sündigten sie weiter wider ihn und erzurneten den hochsten in der Wuste; |
| 18 | und versuchten Gott in ihrem Herzen, daß sie Speise forderten fur ihre Seelen; |
| 19 | und redeten wider Gott und sprachen: Ja, Gott sollte wohl konnen einen Tisch bereiten in der Wuste! |
| 20 | Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, daß Wasser flossen und Bache sich ergossen; aber wie kann er Brot geben und seinem Volk Fleisch verschaffen? |
| 21 | Da nun das der HERR horete, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob und Zorn kam uber Israel, |
| 22 | daß sie nicht glaubeten an Gott und hoffeten nicht auf seine Hilfe. |
| 23 | Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels; |
| 24 | und lieli das Man auf sie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelbrot. |
| 25 | Sie alien Enqelbrot; ersandte ihnen Speise die Fulle. |
| 26 | Er lieli weben den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Starke den Sudwind. |
| 27 | Und lieli Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vogel wie Sand am Meer; |
| 28 | und lieli sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da siewohneten. |
| 29 | Da alien sie und wurden allzu satt; er lieli sie ihre Lust bulien. |
| 30 | Da sie nun ihre Lust gebuliet hatten und sie noch davon alien, |
| 31 | da kam der Zorn Gottes uber sie und erwürgete die Vornehmsten unter ihnen und schlug danieder die Besten in Israel. |
| 32 | Aber fiber das alles sündigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder. |
| 33 | Darum lieli er sie dahinsterben, daß sie nichts erlangeten, und muliten ihr Leben lang geplaget sein. |
| 34 | Wenn er sie erwürgete, suchten sie ihn und kehreten sich fruhe zu Gott |
| 35 | und gedachten, daß Gott ihr Hort ist und Gott der Hochste ihr Erloser ist, |
| 36 | und heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen ihm mit ihrer Zunge. |
| 37 | Aber ihr Herz war nicht test an ihm und hielten nicht treulich an seinem Bunde. |
| 38 | Er aber war barmherzig und vergab die Missetat und vertilgte sie nicht; und wendete oft seinen Zorn ab und liefi nicht seinen ganzen Zorn gehen. |
| 39 | Denn ergedachte, dafi sie Fleisch sind, ein Wind, der dahinfahret und nicht wiederkommt. |
| 40 | Sie erzurneten ihn gar oft in der Wuste und entrusteten ihn in der Einode. |
| 41 | Sie versuchten Gott immer wieder und meisterten den Heiligen in Israel. |
| 42 | Sie dachten nicht an seine Hand des Tages, da er sie erlosete von den Feinden, |
| 43 | wie er denn seine Zeichen in Agypten getan hatte und seine Wunder im Lande Zoan, |
| 44 | da er ihr Wasser in Blut wandelte, daß sie ihre Bache nicht trinken konnten; |
| 45 | da er Ungeziefer unter sie schickte, die sie fraßen, und Kroten, die sie verderbeten, |
| 46 | und gab ihr Gewachs den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken; |
| 47 | da er ihre Weinstocke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbaume mit Schlotien; |
| 48 | da er ihr Vieh schlug mit Hagel und ihre Herden mit Strahlen; |
| 49 | da er bose Engel unter sie sandte in seinem grimmigen Zorn und lieti sie toben und wuten und Leid tun; |
| 50 | da er seinen Zorn lieti fortgehen und ihre Seelen vor dem Tode nicht verschonete und lieli ihr Vieh an der Pestilenz sterben; |
| 51 | da er alle Erstgeburt in Agypten schlug, die ersten Erben in den Hütten Hams. |
| 52 | Und lieli sein Volk ausziehen wie Schafe und fuhrete sie wie eine Herde in der Wuste. |
| 53 | Und er leitete sie sicher, dafi sie sich nicht furchteten; aber ihre Feinde bedeckte das Meer. |
| 54 | Und brachte sie in seine heilige Grenze, zu diesem Berge, den seine Rechte erworben hat. |
| 55 | Und vor ihnen her die Volker und liefi ihnen das Erbe austeilen und lieli in jener Hutten die Stamme Israels wohnen. |
| 56 | Aber sie versuchten und erzurneten Gott, den Hochsten, und hielten seine Zeugnisse nicht; |
| 57 | und fielen zurück und verachteten alles, wie ihre Vater, und hielten nicht, gleichwie ein loser Bogen; |
| 58 | und erzurneten ihn mit ihren Hohen und reizeten ihn mit ihren Gotzen. |
| 59 | Und da das Gott horete, entbrannte er und verwarf Israel sehr, |
| 60 | daß er Seine Wohnung zu Silo ließ fahren, die Hutte, da er unter Menschen wohnete; |
| 61 | und gab ihre Macht ins Gefangnis und ihre Herrlichkeit in die Hand des Feindes; |
| 62 | und ubergab sein Volk ins Schwert und entbrannte uber sein Erbe. |
| 63 | Ihre junge Mannschaft fra IS das Feuer, und ihre Jungfrauen muliten ungefreiet bleiben. |
| 64 | Ihre Priester fielen durchs Schwert, und waren keine Witwen, die da weinen sollten. |
| 65 | Und der HERR erwachte wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzet, der vom Wein kommt, |
| 66 | und schlug seine Feinde von hinten und hangete ihnen eine ewige Schande an. |
| 67 | Und verwarf die Hutte Josephs und erwahlte nicht den Stamm Ephraim, |
| 68 | sondern erwahlete den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebte. |
| 69 | Und bauete sein Heiligtum hoch, wie ein Land, das ewiglich fest stehen soil. |
| 70 | Und erwahlete seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafstallen; |
| 71 | von den saugenden Schafen holte er ihn, daß er sein Volk Jakob weiden sollte und sein Erbe Israel. |
| 72 | Und er weidete sie auch mit aller Treue und regierte sie mit allem Fleiß. |